04.11.2016 Aufhausen

Politik

Wanderausstellung 'Schuld und Sühne' war in Aufhausen zu sehen

Die Aufhausener SPD brachte in Zusammenarbeit mit dem SPD Arbeitkreis Labertal die Ausstellung "Schuld und Sühne" der Staatlichen Archive Bayerns nach Aufhausen.
Foto: SPD Aufhausen
Die Aufhausener SPD brachte in Zusammenarbeit mit dem SPD Arbeitkreis Labertal die Ausstellung "Schuld und Sühne" der Staatlichen Archive Bayerns nach Aufhausen.

Am 31. Oktober und am 1. November gab es in Aufhausen die Möglichkeit, die Ausstellung "Schuld und Sühne" des Bayerischen Staatsarchivs im Gemeindesaal zu besichtigen. Organisiert hatte die Aussstellung der SPD-Arbeitskreis Labertal und deren zweite Sprecherin Karin Hagedorn mit dem Ortsverein Aufhausen.

 

Bereits die beiden, von der SPD organisierten vorherigen Veranstaltungen zu Themen der jüngeren Geschichte, der Geschichtswerkstatt zu den Todesmärschen im Juni letzten Jahres und den Themenabend zum Fall der Gastwirtsehefrau Maria Mayer aus Petzkofen Anfang dieses Jahres, trafen auf reges Interesse aus der Bevölkerung.

 

Neben Karin Hagedorn, Beamtin im der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und zweite Sprecherin des SPD-Arbeitskreises Labertal wurde wurde die Ausstellung im Aufhausener Gemeindezentrum vom Sprecher des Arbeitskreis Labertal, Rainer Pasta, dem Aufhausener Gemeinderat Karlheinz Maß und dem Aufhausener Ortsvereinsvorsitzenden Hubert Wittmann am Montag Abenderöffnet. Hagendorn führte durch die Ausstellung des Staatsarchivs München, die einen Einblick in die Verfahrensabläufe gibt und einige Prozesse vorstellt, die aus der Masse der Strafverfahren herausragen. Ein großer Abschnitt der Ausstellung befasst sich den Verbrechen im Konzentrationslager Dachau, deren juristische Aufarbeitung ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft München II fiel. Ein weiterer Abschnitt widmet sich besonderer Verfahren zu nationalsozialistischen Gewaltverbrechen (Kurzform NSG-Verfahren), die den Tod von Stalins Sohn Jakob Dschugaschwili, die Ermordung von Edith Stein und dem Hitlerattentäter Georg Elser betreffen.

 

Die aus Niederbayern aufgenommenen Fälle handeln von Cäcilie Wühr, Josef Fritz, Ottilie Meindl und Nikolaj Sanian aus Drachselsried/Viechtach sowie Agnes Schober aus Regen und die KZ-Nebenlager Passau I (Oberilzmühle) und Passau II. Um die regionale Komponente in die Ausstellung einzubringen hat der AK Labertal die zwölf Ausstellungstafeln des Bayerischen Staatsarchivs um zwei weitere Tafeln ergänzt: Die fehlende gerichtliche Aufarbeitung zu den Vorkommnissen im Polenkinderlager Laberweinting und die Entnazifizierung wurden darauf ebenso thematisiert wie die Standgerichtsprozesse zur Ermordung von Domprediger Johann Maier in Regensburg, Regierungsrat Dr. Franz Seiff, Landshut, sowie Friedrich Beutlhauser und Alois Huber in Ittling.

 

Zum Abschluss zitierte der Aufhausener Bürgermeister Jurgovsky den Philosophen Hegel: "Aus der Geschichte der Völker können wir lernen, das die Völker aus der Geschichte nichts gelernt haben."

 

 

 

 

 

 

 

Autor: pm / uh

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