13.06.2013 Regensburg

Teddyklinik

Teddys beim Arzt – Kinder sollen Angst vorm Arzt abbauen


Foto: Michael Hopper
Am Donnerstag, 13. Juni, eröffnete nun schon zum achten Mal die Teddyklinik im Garten der KUNO-Klinik St. Hedwig. Während Donnerstag und Freitag für die Kindergärten reserviert sind, sind alle Kinder mit ihren Eltern am Samstag, 15. Juni, zum Familientag eingeladen. Den Kindern soll damit spielerisch und mit viel Herz die Angst vorm Arzt genommen werden.

Es ist fast wie in einem richtigen Krankenhaus. Bevor es zum Arzt geht, müssen die "kranken" Plüschtiere angemeldet werden. Die Kindergartenkinder warten gespannt und geduldig, bis sie an der Reihe sind. Dann wird das Stofftier – es muss ja nicht unbedingt ein Teddy sein, sondern allerlei Getier wurde gesichtet: vom Löwen über ein Pferd bis zu richtigen Teddys – gewogen und die Kinder berichten selbst, was ihrem Kuscheltier fehlt. Besonders oft sind es Knochenbrüche "weil der Teddy vom Baum gefallen ist", aber auch ein Löwe ist dazwischen, "der sich verletzt hat, als er eine Antilope gejagt hat".

 

Wie beim richtigen Arzt

Man sieht, die Kinder lassen ihrer Phanastie freien Lauf und nehmen das Angebot an. Doch bevor es ernst wird, muss auch hier in einem "Wartezimmer" gewartet werden, bis man an der Reihe ist. Doch dann wird es ernst: Je nachdem was denn fehlt, kommt das Stofftier entweder zum Zahnarzt oder es wird geröngt. In schweren Fällen muss sogar eine Operation durchgeführt werden – immer dabei die Teddyeltern, also die Kinder, die jeweils von einem Medizinstudenten liebevoll betreut werden. Wenn sie aus dem Behandlungsraum kommen, haben viele Teddys einen Verband umgebunden.

 

Kindern spielerisch die Angst vorm Arzt nehmen

Die Teddyklinik ist nicht nur eine nette Abwechslung für die Kinder – wobei sie schon um die Wette strahlen, wenn ihr Teddy versorgt ist. Diese Aktion soll vor allem die Angst vieler Kinder vorm Arzt und vorm Krankenhaus nehmen. "Ein weißer Kittel schreckt oft ab, aber wenn die Kinder merken, dass sie keine Angst zu haben brauchen, gehen sie mit einem Lächeln", beschreibt Berenike Obermayer den Sinn dieser Veranstaltung. Sie ist eine von vielen Medizinstudenten, die die Teddyklinik ehrenamtlich in mühevoller Arbeit aufziehen und begleiten. "Für uns Studenten ist es auch eine interessante Abwechslung zum Studium und eine gute Möglichkeit, unser Fach aus einem anderen Blickwinkel zu erleben", ergänzt die Studentin Antonia Pausch.

 

Medizinstudenten ziehen es in Eigenregie auf

Auch der Schirmherr, Chefarzt Professor Dr. Hugo Segerer, von der KUNO-Klinik lobt die Arbeit der Studenten: "Ich finde es beeindruckend, wie die Studenten das aufziehen – das machen alles die Medizinstudenten selbst". Ein spezieller Dank gilt auch den Maltesern, die trotz des erst kürzlich zurückliegenden Hochwassereinsatzes ihre Zelte wieder zur Verfügung gestellt haben und so die Teddyklinik überhaupt erst möglich machen.

 

Spendenaktion für die Hochwasseropfer

Am Samstag am Familientag gibt es zudem eine Aktion für die Hochwasseropfer. In Zusammenarbeit mit Zeitschrift "mampa" werden 1.000 Buttons mit der Aufschrift "Mir halt'n zam! Mir pack'n mit an" für jeweils drei Euro verkauft. Der gesamte Erlös kommt Hochwasseropfern zugute. Zudem können Kinder im Wartezimmer Teddy-Schlüsselanhänger mit ihrem Namen basteln.

 

Also nichts wie auf am Samstag von 10 bis 15 Uhr in die Klinik St. Hedwig und das "kranke" Stofftier untersuchen lassen! Mehr Informationen unter der Homepage der KUNO-Kilink St. Hedwig

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Autor: Michael Hopper

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