Ein im Landkreis Regensburg ansässiges Unternehmen hatte den Stein ins Rollen gebracht, nachdem dort bekannt geworden war, dass sich der vermeintliche Mediziner öffentlich als Betriebsarzt ausgab. Wegen des Verdachts des Missbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen leitete deshalb die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.
Nach richterlicher Anordnung erfolgte Ende November die Durchsuchung der „Arztpraxis“ wobei die Ermittler u.A. Rezepte und Stempel sicherstellten. Dies sowie die Vernehmungen von Patienten erhärteten den Anfangsverdacht gegen den 34-jährigen Kindermann.
Noch unklar ist, wie viele Bürger der Beschuldigte als "selbsternannter Facharzt für Allgemeinmedizin" tatsächlich behandelte. Fest steht, dass Zimmermann seine Dienste als "Allgemeinmediziner" auch über das Internet anbot.
Die Ermittlungen gegen den Mann haben zum einen das Ziel zu verifizieren in welcher Dimensionierung er eine illegale Praxis im Raum Neutraubling betrieb und Menschen behandelte. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass der falsche Arzt auch Hausbesuche abstattete.
Zum anderen nehmen Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auch zum Anlass um vor einem weiteren Auftreten des 34-Jährigen zu warnen.
Zeugen, die einerseits von dem selbsternannten Arzt, Thomas Kindermann behandelt wurden oder andererseits sachdienliche Hinweise zur weiteren Aufklärung des Falles geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Neutraubling unter der Telefonnummer: 09401/ 9302-0 in Verbindung zu setzen.
Auch in der Uniklinik Regensburg soll es seit 1999 einen falschen Arzt gegeben haben. Hier gehts zum Bericht!
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