25.09.2017 Regensburg

Übung

Selbst für einen Unfall im Regensburger Kanalsystem sind die Einsatzkräfte gerüstet


Foto: Alexander Auer
Am Montag, 25. September, übten mehrere Kräfte der Berufsfeuerwehr Regensburg und die Höhenrettungsgruppe sowie mehrere Mitarbeiter des Kanalunterhalts Regensburg den Ernstfall.

Die Männer des Kanalunterhalts müssen viele Sicherheits- und Unfallvorschriften beachten, bevor sie überhaupt in einen Kanal absteigen dürfen. So müssen beispielsweiße vor dem Einsteigen erst Gasmessungen durchgenommen werden. Fünf Gase sind hier besonders von den Arbeiters zu beachten: Schwefel, Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Methan. Sollte hier das Messgerät Alarm schlagen, ist das besteigen des Kanals strickt verboten. In dem Fall müssen die Arbeiter den betroffenen Kanaltrackt erst Durchlüften. Erst wenn der Kanal gasfrei ist, kann und darf dieser auch betreten werden.

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Selbstverständlich ist es dennoch nie auszuschließen, dass einmal etwas passieren kann, so Robert Kick, Mitarbeiter des Kanalunterhalts Regensburg. Seis ein Herzinfakt, oder tatsächlich ein Gasunfall, dann müssen die Arbeiter schnell handeln. Wenn die Kräfte des Kanalunterhalts mit ihren Notfallsauerstoffflaschen (für circa 15 Minuten Sauerstoff) nicht selbst ihren Kollegen aus dem Kanal retten könnten, muss die Feuerwehr zu Hilfe kommen. Genau dieses Szenario wurde heute um 10 Uhr in der Rathenaustraße geübt. Mit einem speziellen Dreibein, konnten die Retter in den Kanalschacht unter Atemschutz gelangen. Ein weiteres Team belüftete den betroffenen Kanaltrakt über eine weitere Kanalöffnung mit einem bestimmten Hochdrucklüfter. Die angenommen verunfallte Person musste einige Meter aus einem 1,20 Meter großen Schacht bis zur Kanalöffnung transportiert werden. Hierbei standen auch die Retter der Berufsfeuerwehr und der Höhenretter unter extremen Bedingungen. Mithilfe eines Flaschenzugs und kleinen Rollwagen wurde die Person liegend dorthin transportiert. Anschließend konnten die Feuerwehrler den Verletzten über eine weitere Winde mit Hilfe eines Rettungsknotens aus dem Kanal ziehen. Nach rund 30 Minuten konnte der Mitarbeiter des Kanalunterhalts aus dem Schacht unter schweißtreibender Arbeit erfolgreich gerettet werden.

 

Robert Kick erklärt, wie wichtig solche Übungen sind, um im Ernstfall eine gewisse Routine bei solch einer aufwendigen Rettung zu bekommen. Nach einer kurzen Nachbesprechung konnte die Übung nach rund einer Stunde beendet werden. Während der Zeit der Übung musste die Rathenaustraße für den Verkehr komplett gesperrt werden. 

Autor: Auer

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