17.02.2012 Regensburg
Artikel versenden Artikel drucken Kommentare ansehen(0)

Literatur, Ausstellung und Filmwettbewerb:

Russland-Wochen an der Uni Regensburg

Russland-Wochen an der Uni Regensburg
Foto: pm
Die Universität Regensburg hat sich als einer von nur zwölf Hochschulstandorten beim bundesweiten Wettbewerb "Russland-Wochen an deutschen Hochschulen 2012" durchgesetzt.

Der Wettbewerb wurde anlässlich des "Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation 2011/2012" von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschrieben. Alle deutschen Hochschulen und Universitäten waren zur Teilnahme aufgerufen und sollten Konzepte für die Durchführung von "Russland-Wochen" einreichen. Die Auswahl der erfolgreichen Hochschulen, die sich über eine Fördersumme von bis zu 12.000 Euro freuen können, lag in den Händen der HRK. Die Universität Regensburg punktete mit einem Doppelformat: So wird in den kommenden Monaten nicht nur "Junge Russische Literatur" in Regensburg präsentiert, sondern auch eine historische Ausstellung mit dem Titel "1812. Deutsche in Moskau" in Ingolstadt zu sehen sein.

 

Anreize für ein Studium in Russland

"Die Möglichkeit zur Durchführung der ‘Russland-Wochen’ ist ein schöner Erfolg. Das gibt uns die Gelegenheit, den Ost-, Mittel- und Südosteuropa-Schwerpunkt unserer Universität einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen", erklärt Prof. Dr. Walter Koschmal, Leiter des Europaeums der Universität Regensburg. Während der "Russland-Wochen" haben zwölf Hochschulen und Universitäten die Möglichkeit, ihre Kooperationen mit Russland vorzustellen – praxisnah und anschaulich. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Chancen deutsch-russischer Zusammenarbeit zu schärfen und die Kenntnisse über Russland als Partnerland auszubauen. Zudem sollen Anreize für ein Studium in Russland gesetzt und ein Beitrag zur Integration russischer Studierender und Wissenschaftler in Deutschland geleistet werden.

 

Junge russische Literatur

Besucherinnen und Besucher der "Russland-Wochen" der Universität Regensburg können sich im Sommer zunächst auf junge Russische Literatur freuen. Grundlage der Veranstaltung mit Lesungen ist der zweisprachige Sammelband "Junge russische Literatur", der von Studierenden des Instituts für Slavistik der Universität Regensburg erarbeitet wurde und im Frühjahr 2012 bei dtv erschienen ist. Der Band nimmt die aktuellen Veränderungen in Russland in den Blick. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Autor Denis Osokin aus dem russischen Kasan zu Gast in Regensburg sein. Er schrieb das Drehbuch zum Film "Goldammern", der 2010 in Cannes ausgezeichnet wurde.

 

Ausstellung unter dem Titel "1812. Deutsche in Moskau"

Das historische Gegenstück zu den Lesungen bildet im Herbst eine Ausstellung unter dem Titel "1812. Deutsche in Moskau", die in Petersburg und im Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt zu sehen sein wird. Die Ausstellung geht aus einem Projektseminar hervor, an dem Studierende des Regensburger Instituts für Slavistik und der Petersburger "Europäischen Universität" teilnehmen. Sie analysieren bayerische und russische Bilder sowie Augenzeugenberichte zu Napoleons Rückzug aus Moskau im Jahre 1812. Der damit verbundene Konflikt ist – neben dem II. Weltkrieg – als "Vaterländischer Krieg" ein Kernereignis der russischen Geschichte. Das 200-jährige Jubiläum des Siegs über Napoleon wird daher in Russland in überwältigendem Ausmaß begangen. Entsprechend vielfältig werden auch die Ergebnisse des Projektseminars sein, die im Rahmen der Ausstellung vorgestellt werden. Dabei verfügt das Bayerische Armeemuseum Ingolstadt auch über weltweit einmalige Bestände. In der Ausstellung werden dazu Bilder des russischen Karikaturisten Ivan Terebenev (1780-1815) neben Aquarellen von Christian Wilhelm von Faber du Faurs (1780-1857) gezeigt.

 

Filmwettbewerb

Im Rahmen der Russland-Wochen findet zudem ein Filmwettbewerb statt. Studierende aus den Bereichen der Medien-, Fernseh- und Filmwissenschaften haben noch bis zum 10. April die Möglichkeit, Filmprojekte einzureichen, die einen Beitrag zum "Deutsch-Russischen Jahr der Bildung, Wissenschaft und Innovation 2011/2012" leisten.
 



Autor: pm / uh

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort:

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Kommentare ansehenKommentieren

Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)
Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten an.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden! Mit dem Login erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Bitte schreiben Sie "Baum" in das Feld: 


pfeil