Nerven durchgegangen?
Polizist vor Gericht: Attacke mit Pfefferspray auf Inhaftierten?

Ob dem Polizisten die Nerven durchgegangen sind? Das wird wohl der Amtsrichter klären. Am Montag, 13. Februar, um 9.15 Uhr wird im Sitzungssaal 204 gegen einen 36-jährigen Polizeibeamten verhandelt. Er soll einen betrunkenen Mann in der Ausnüchterungszelle mit einem Pfefferspray gefährliche Verletzungen zugefügt haben, heißt es in der Anklage.
Demnach sei der Mann vor einem Jahr wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und Beleidigung von Polizisten in eine Zelle einer Regensburger Polizeiinspektion gesteckt worden. Durch die Gitterstäbe hindurch, so die Vorwürfe, habe der Polizist den offenbar lautstarken, angetrunkenen Inhaftierten mit einem Pfefferspray malträtiert. Der Betrunkene sei, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, 25 Minuten ohne Hilfe in der Zelle liegen gelassen worden, bis ein anderer Polizist auf den am Boden liegenden Mann aufmerksam geworden sein soll. „Dem Einsatz des Pfeffersprays sollen Provokationen des Geschädigten durch permanentes Betätigen der Notrufglocke voraus gegangen sein", heißt es vom Amtsgericht.
Das Opfer erlitt starke Augenreizungen und Atembeschwerden.
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