08.06.2014 Regensburg

Politik

Piratin in der Stadtregierung: Hasch-Offensive für Regensburg muss erst mal warten

Tina Lorenz
Foto: Piraten
Wird Regensburg bald Kurioses erleben, weil mit Stadträtin Tina Lorenz eine Piratin in der Stadtregierung sitzt? Das Wochenblatt fragte nach – wie schaut es beispielsweise mit den Coffeeshops aus, also Haschisch-Abgabestellen in der Stadt?

Tina Lorenz gibt Auskunft: „Bei der Forderung nach einem Cannabis Social Club, der übrigens mitnichten ein Coffeeshop ist, sondern mehr eine Art Anbauinitiative darstellen soll, fehlt es meines Erachtens nach noch an der gesellschaftlichen Akzeptanz“, so Lorenz. Doch an der wollen die Piraten laut Lorenz „sicherlich in den kommenden sechs Jahren im und außerhalb des Stadtrates arbeiten!“ Anders sieht es laut Lorenz mit einer grundlegenden Forderung der Piraten aus – nämlich, Stadtratssitzungen ins Internet zu übertragen.


Web-Kamera schwenkt dann aus dem Fenster


Das passiert beispielsweise schon in der Stadt Passau, übrigens unter wenig Anteilnahme der Bevölkerung. Dort ist allerdings recht krude, dass Stadträte wegen ihrer Persönlichkeitsrechte widersprechen können – wenn sie reden, schwenkt die Kamera einfach aus dem Fenster raus. Die Piratin Lorenz konnte sich jedenfalls bereits mit einer Art Modellversuch durchsetzen: Demnach sollen bald „Kultur- und Planungsausschuss-Sitzungen ins Internet übertragen werden“.

Autor: Christian Eckl

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