18.09.2017 Pentling

Informationsbesuch im Rathaus

Pentlings Bürgermeisterin Wilhelm: 'Wir brauchen die Stadt-Umland-Bahn'

Informierten den Bundestagskandidaten Tobias Gotthardt (Mitte) über die Verkehrslage in Pentling: Bürgermeisterin Barbara Wilhelm (rechts) und 2. Bürgermeister Sebastian Hopfensperger (links)
Foto: Freie Wähler
Im Rahmen seiner Rathaus-Gespräche hat Tobias Gotthardt, Bundestagskandidat der Freien Wähler, nun auch in Pentling Halt gemacht und sich dort mit Bürgermeisterin Barbara Wilhelm und ihrem Stellvertreter Sebastian Hopfensperger getroffen.

Neben vielen anderen kommunalpolitischen Themen ging es dabei vor allem um das Thema Verkehr: "Unser Pentling ertrinkt im Strom der Pendler", so die Bürgermeisterin. Lösen, das hat das Gespräch gezeigt, könne die Stadt das nicht alleine: "Pentling braucht verlässliche Partner und konkrete Projekte, um den täglichen Stau zu beenden", so Gotthardt. Es brauche ein übergreifendes Verkehrskonzept in der Regiopol-Region Regensburg und "eine funktionierende Stadt- Umland-Bahn mit hoher Taktung".

 

So erläuterten Wilhelm und Hopfensperger dem Kandidaten zunächst die Vekehrssituation in der Stadt, ihre Brennpunkte und Ursachen. "Pentling steckt in einer verkehrstechnischen Zwickmühle – als Schleichweg zwischen den Autobahnen", so Gotthardt. Entsprechend könne man „die Situation nur entschärfen, wenn man sie vorher auf der A93 und der A3 entschärft“. Der Ausbau der A3 könne hier ein wichtiger Schritt sein - und müsse, so Gotthardt, von umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen begleitet werden. Laut Wilhelm stünden "die Chancen dafür aktuell gut - wir haben uns frühzeitig zu Wort gemeldet und Forderungen an den Bund gestellt".

 

Einig waren sich Gotthardt und die Bürgermeister auch darin, "dass die A3 nur ein Anfang sein könne. Wir müssen die Verkehrsinfrastruktur in der Region diskriminierungsfrei für alle Verkehrsmittel ausbauen und besser vernetzen". Im Grunde habe "die Politik hier über zwanzig, dreißig Jahre verschlafen". Ziel müsse es sein, "den ÖPNV in Stadt und Umland „so weiter zu entwickeln, dass er für viele eine attraktive Alternative wird". Eine besondere Rolle komme hierbei der Stadt-Umland-Bahn zu: „Wir brauchen eine Regensburger Straßenbahn, die den Gemeindegürtel im Umland und den gesamten Landkreis in möglichst hoher Taktung anbindet“, so Gotthardts Überzeugung. Vorbild ist für ihn Straßburg: "Die Tram dort rollt auf Normalspur, kann außerhalb des Kernortes also auch alte, aufgelassene Schienenstränge nutzen." Zudem umgebe die Stadt ein Ring angebundener Parkplätze, deren Parkticket gleichzeitig fünf Personen die Nutzung des ÖPNV ermögliche: "All das hat Beispielcharakter für Regensburg."

 

Ein weiteres Lob hatte Gotthardt, selbst beruflich Parlamentarischer Referent im Europaparlament, abschließend für die Städtepartnerschaftsarbeit der Gemeinde: "Wenn Sie das zwanzigjährige Jubiläum einer lebendigen Partnerschaft zum italienischen Corciano gemeinsam mit den Partnern aus dem französischen Civrieux d’Azergues feiern, wenn Sie echte Freundschaften dadurch ermöglichen, dann ist das gerade in der heutigen Zeit ein unverzichtbarer Beitrag zu einem Europa, das sich versteht."

  

Autor: Pressemitteilung

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