17.04.2017

Kirche

Papst Benedikt bekommt Besuch aus Bayern – und Horst Seehofer erlaubt sich einen Scherz

Papst Benedikt.
Foto: Eckl
Papst em. Benedikt XVI. hat an seinem Altersruhesitz, dem Kloster Mater Ecclesiae, eine Delegation aus der Heimat empfangen. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer war mit dabei – der erlaubte sich auch noch einen Scherz.

In einem Video, das Radio Vatikan vom Empfang am 17. April im Vatikan verbreitete, gratuliert ein Schütze aus Wolfratshausen. Plötzlich hört man auf dem Video die Stimme des Ministerpräsidenten, der laut sagt: „Stoiberland!“, als er die Heimat des Schützen hört. Benedikt vernahm den „Joke“ Seehofers nicht, der platzierte sich direkt neben dem emeritierten Papst, als der eine Ansprache hält – übrigens auch in Gegenwart der Pentlinger Bürgermeisterin Barbara Wilhelm, die nach Rom eingeladen wurde. Wörtlich sagte Benedikt in seinen Dankesworten:

 

 

„Mein Herz ist erfüllt von Dankbarkeit für 90 Jahre, die mir der liebe Gott geschenkt hat. Da waren auch Prüfungen und schwere Zeiten. Aber in allem hat er mich immer wieder weitergeführt und herausgeholt, so dass ich weiter gehen konnte und von Dank erfüllt bin. Vor allem auch dafür, dass er mir so eine schöne Heimat geschenkt hat, die durch Euch da ist bei mir. Bayern ist schön, wunderschön, doch erst auch dadurch, dass die Kirchtürme da sind, die Häuser mit Blumen an den Balkonen, die Menschen, die gut sind, es ist schön dadurch, dass man von Gott weiß“, sagte Benedikt in einer bewegenden Ansprache.

An Benedikts Seite saß nicht nur der Ministerpräsident, sondern auch Benedikts Bruder Georg Ratzinger, zwischenzeitlich selbst 93 Jahre alt, der erneut nach Rom gereist ist zu seinem Bruder, um mit ihm gemeinsam dessen 90. Geburtstag zu feiern.
 

Autor: Christian Eckl