31.01.2012 Regensburg
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Uni-Klinik Regensburg:

3,8 Millionen für High Tech Hybrid-OP

OP Uniklinik
Foto: Reisenauer
Ostbayerns erster voll ausgestatteter Hybrid-OP wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz am Universitätsklinikum Regensburg vorgestellt.

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Ein innovatives Operationssaal-Konzept ermöglicht es, dass Herzchirurgen, Kardiologen, Gefäßchirurgen und Radiologen interdisziplinär komplexe Operationen durchführen und neue Therapieverfahren umsetzen können. Gleichzeitig werden die Risiken und Belastungen für den Patienten minimiert. 
 
„Mit dem Hybrid-OP und dessen Möglichkeiten sind wir bereits jetzt in der Zukunft angekommen: Dieser OP-Saal ermöglicht uns ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten, wie es vorher nicht möglich war“, erklärt Prof. Dr. Schmid, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie. Prof. Dr. Christian Stroszcynski, Institut für Röntgendiagnostik ergänzt: „Durch die neue Technologie kann eine noch schnellere Behandlung gewährleistet werden, was für die Patienten hohen Komfort bedeutet. Gleichzeitig repräsentiert diese modernste Technik die Kompetenz und den hohen medizinischen Standard des Klinikums.“
 
Mittelpunkt des neuen Operationssaals, ist ein modernes Angiographie-Gerät. Dieses „Röntgengerät für Gefäße“ bietet gleich mehrere Vorteile: An einem beweglichen Arm befestigt, kann das Gerät computergesteuert um den Patienten rotieren und dabei Aufnahmen aus jeder beliebigen Richtung machen. Diese dreidimensionalen Bilder sind dann direkt in sehr hoher Auflösung für den Operateur auf einem Bildschirm im OP verfügbar. Das System unterstützt so die Operateure aus den verschiedenen Disziplinen bei der Navigation durch den Körper und erleichtert auch komplizierte Eingriffe. 
 
Auch Dr. med. Piotr Kasprzak zeigt sich über die Möglichkeiten im neuen OP begeistert: „Wir können nun sämtliche Blutgefäße sowie komplexe Veränderungen der Aorta präziser darstellen und können somit noch besser Patienten neue Therapieverfahren zugänglich machen.“  Die Gefäßchirurgie der Regensburger Uniklinik zählt in Deutschland zu den führenden Kliniken bei der Aortenintervention, insbesondere bei neuen innovativen Therapieverfahren. 
 
Mit der neuen, voll integrierten Hochleistungs-Technik können Ärzte nun in interdisziplinären Teams neben dem kathetergestützten Herzklappenersatz oder Herzklappenrekonstruktion über Katheter am schlagenden Herzen auch minimal-invasive Bypassoperationen vornehmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Implantation von Gefäßprothesen in die Hauptschlagader. Durch die feinere, schnellere und bessere Technik, können nun auch ältere Menschen operiert werden, die früher nur unter einem deutlich erhöhten Risiko operiert werden konnten.
 
Insgesamt wurden in den neuen Hybrid-OP 3,8 Millionen Euro investiert. „1,3 in die Rötgenanlage und der Rest sind Baukosten“, rechnete Nikolaus Ferstl, Leiter der Technischen Zentrale am Uni-Klinikum vor.


Autor: pm/sr

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