11.04.2017 Regensburg

Kommentar

Meine Woche: Suche nach Malina, Stauwahnsinn – und ein kleines bisschen Urlaub

Kaffee Goldenes Kreuzw
Foto: uh
Die Suche nach der vermissten Malina hat auch vergangene Woche vieles überschatten ...

Verzweifelte Suche

Der Fall der vermissten Malina geht auch uns in der Redaktion sehr nahe. Eine junge Frau, gerade 20 – einfach verschwunden. Die Polizei tut alles, die Studentin zu finden, selten habe ich in meinem Berufsleben solch einen Einsatz erlebt. Jeder ist mit Leib uns Seele dabei, gibt sein Bestes, um Malina zu finden. Schlimm aber sind die vielen Falschinformationen, die verbreitet werden, vor allem in sozialen Netzwerken liest man da so einiges. Ein großer Blutfleck soll im Herzogspark gefunden worden sein. Angeblich sucht man auch gar nicht mehr – und Spuren ins Ausland verfolgt man ja wohl auch nicht gründlich. Bei der Polizei kann man mittlerweile nicht mehr lachen über das, was alles verbreitet wird. Ja, auch wir haben schon Kritik geübt an der Polizei – aber gerade im vorliegenden Fall habe ich wirklich den Eindruck, dass hier alle Beteiligten tun, was sie können. Taucher, Hundertschaften, Hubschrauber – alles ist im Einsatz, um die Studentin zu finden. UPDATE: Leider vergebens – Malina ist tot. Die Region trauert.

 

Stauwahnsinn

Am Dienstag fahre ich etwas eher ins Büro, die Zeitung soll ja pünktlich fertig werden. Ich mache mich also 30 Minuten eher als gewohnt auf den Weg. Na ja, Satz mit X! Ich verbringe diese zusätzlichen 30 Minuten nicht etwa schon arbeitend im Büro, nein, ich stehe im Stau. Erst am Kalkwerk und dann auf der Nibelungenbrücke. In beiden Fällen ist ein Unfall oder eine Panne schuld. Auf der Osttangente hatte es einen Unfall gegeben, es staute sich zurück. Am Ende der Nibelungebrücke stand ein Pannenfahrzeug mit Warndreieck an der Ampel und hielt den Verkehr auf! Anstatt also 30 zusätzliche Minuten für die Zeitung zu haben, ärgere ich mich im Stau mal so richtig. Wäre ja zu schön gewesen, wenn es in dieser Woche mal alles stressfrei ablaufen würde!

 

Vogelgrippe

Nein, ich kann es nicht mehr hören, diese Wortungetüme wie „Wildvogel-Geflügelpest-Beobachtungsgebiet“. Wer bitte denkt sich sowas aus? Es fehlt jetzt eigentlich nur noch eine schicke Abkürzung – „WiGeBe“ würde sich anbieten, dann versteht endgültig keiner mehr, um was es da wirklich geht!

 

Kollegin schimpft

Oh je, da hat sie mich erwischt, meine Kollegin Verena Bengler. Sie kümmert sich rührend um mich – und beobachtet ziemlich treffsicher, dass ich es mit der Mittagspause meist nicht so ernst nehmen. Ganz nach dem Motto „Essen wird überbewertet“ erwischt sie mich dabei, dass ich am Montag bis abends nichts gegessen hatte. Lediglich drei große Tassen Kaffee hatte ich zu mir genommen. Ungesund sei das, sagt die Kollegin – und ja, sie hat recht. Und da schaue ich nun auf die Brotzeit, die neben mir steht, es ist Dienstag, 14.50 Uhr – und ich habe heute noch nichts gegessen. Aber nein, die paar Minuten muss das jetzt warten, bis ich hier „Meine Woche“ beendet habe. Verena runzelt die Stirn ...

 

Verrückte Ideen

Offenbar ist in Regensburg gerade die Ideenwut ausgebrochen – jede Partei und jede Gruppierung kommt mit tollen Ideen um die Ecke: Zone 30 vor allen Schule, eine Parkbank an der Bushaltestelle, irgendwas mit dem schicken Begriff E-Government und autofreie Tage in der Stadt Regensburg. Liebe Politiker – alles toll, echt, finde ich super, dass Ihr Euch so engagiert. Aber ehrlich: Kindergartenplätze, bessere Busverbindungen und sichere Straßen und Wege bei Nacht fände ich ja noch viel toller!

 

Kleiner Urlaub

Am Samstag genieße ich einen Sonnentag in der Regensburger Innenstadt. Ich gehe lecker essen, ein bisschen shoppen – und trinke den ersten Kaffee der Saison unter freiem Himmel. Als ich da so am Haidplatz sitze, fühle ich mich wie im Urlaub! Für ein paar Stunden raus aus dem Alltag, das hat was, da fühlt man sich im Anschluss wieder gestärkt für all das, was kommt. Gönnen Sie sich auch ab und zu solche Auszeiten vom Alltagsstress – ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!
 

Autor: pm / uh

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