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03.06.2012 Regensburg

Schrecklich:

Leiche beim Regensburger Wehr aus der Donau geborgen


Foto: Christian Eckl
Kriminalpolizei, DLRG und BRK haben am Sonntagmorgen gegen 8.40 Uhr eine Leiche beim Wehr in der Donau bei Regensburg geborgen. Es handelt sich um den 22-jährigen jungen Mann aus dem Landkreis Regensburg, der vergangenen Sonntag von einem Partyschiff in die Donau gefallen war.

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Gespenstisch ruhig ist es am Sonntagmorgen am Wehr bei Regensburg, hunderte Jogger passieren diese grüne Idylle jedes Wochenende um diese Zeit. Und selbst die Motorboote der DLRG fuhren leise, als hätten sie den Motor nicht angeschaltet. Betreten blickte der Kripo-Beamte auf ein Blatt Papier, das ein Bild zeigte: Das des 22-jährigen jungen Mannes aus dem Landkreis Regensburg, der vergangenen Pfingstsonntag von der Reling eines Partyschiffs in die Donau bei Matting gefallen war. Zeugen hatten berichtet, dass er noch auf dem Schiffskörper aufgeprallt war – das Wasser der Donau war eiskalt, die Hoffnung, den jungen Mann zu finden, schwand Stunde um Stunde, am Dienstag hatte die Polizei die Suche schließlich aufgegeben.

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Dann der Leichenfund am Sonntagmorgen: Akribisch versuchten die Hilfskräfte, die Bergung der Leiche so pietätvoll wie möglich durchzuführen. Das Areal wurde abgesperrt, damit nicht zufällig ein Jogger an der Bergungsstelle vorbei laufen würde. Mit Tüchern schützten die Rettungskräfte zudem die Leiche. Inzwischen hat die Polizei bestätigt, dass es sich um den vermissten 22-Jährigen handelt.

Der tragische Unfall hat die Menschen der Region bewegt.  Zudem gab es eine Diskussion darüber, welche Sicherheitsvorkehrungen ein solches Schiff braucht: Ein sogenannter Sicherheitsbescheid wurde von der Stadt erlassen. Dabei hatte man vier Auflagen gestellt: Erste Auflage war, dass neben dem Personal noch zwei Ordner an Bord haben sein müssen. Auch Zeugen haben dem Wochenblatt berichtet, dass zwei Sicherheitskräfte gesehen wurde. Dies entsprach wohl den Auflagen der Stadt im Sicherheitsbescheid.

Dennoch geht die Polizei derzeit wohl davon aus, dass es sich um einen Unfall handelt. Ermittlungen sind nach derzeitigen Stand nicht anberaumt worden.

Autor: Christian Eckl
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