31.01.2012 Landkreis Regensburg
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Die Arbeitskreise sind aktiv:

Landrat zieht erste Bilanz zu "Landkreis 2020"

Landkreis 2020
Foto: pm
Seit Oktober 2011 ist der Prozess „Landkreis 2020“ voll im Gange. Zeit, um nach den ersten fünf Sitzungen der Arbeitskreise des Kreistags und den ersten acht Gemeindebesuchen des Landrats eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

„Ich freue mich, dass dieses Thema mit so viel Ernsthaftigkeit angegangen wird“, erklärt Landrat Herbert Mirbeth, der den Prozess angestoßen hatte. „Von den Kreisräten und Gemeinderäten kommen sehr viele Vorschläge, in welche Richtung sich der Landkreis mittel- und langfristig entwickeln soll“, so Mirbeth, der sich ausdrücklich für das große Engagement der Mitwirkenden bedankt.

 

Arbeitskreis „Soziales“

Der Arbeitskreis „Soziales“ beschäftigte sich zum Beispiel bisher mit den Themen „Familienfreundlichkeit des Landkreises“, „Präventionsarbeit“ und „Jugendsozialarbeit“. „Wir sind uns einig, dass wir den Landkreis in diesen drei Bereichen stärken sollten“, berichtete Wolfgang Gruber, Sprecher des Arbeitskreises „Soziales“.

 

Arbeitskreises „Umwelt“

Rainer Hummel stellte die Themen des Arbeitskreises „Umwelt“ vor. Hauptthema des Arbeitskreises war bisher die Energiewende. „Hier gibt es eine große Übereinstimmung zur stärkeren Nutzung von regenerativen Energien“, so der Sprecher des Arbeitskreises. Ein weiterer Vorschlag des Arbeitskreises ist es, die Wertstoffhöfe des Landkreises zu Umweltbildungseinrichtungen weiterzuentwickeln. Als weitere Themen stehen „umweltschonende Mobilität“ und „Biotonne“ auf dem Programm.

 

Arbeitskreis „Wirtschaft“

Mit dem Schwerpunktsthema „Verkehr“ beschäftigte sich bisher der Arbeitskreis „Wirtschaft“, berichtete der Sprecher des Arbeitskreises Dr. Rudolf Ebneth. Die verkehrliche Infrastruktur sei ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen. Deshalb müsse man diese kontinuierlich weiterentwickeln. „Digitale Vernetzung“, „Tourismus“ und „Kommunikation und Marketing“ stehen unter anderem noch auf dem Themenplan des Arbeitskreises. Am Ende soll eine Empfehlung stehen, wohin sich der Landkreis Regensburg wirtschaftlich entwickeln soll und wie dieses Ziel am besten zu erreichen ist.

 

Arbeitkreis „Gesellschaftlicher Konsens“

Der Arbeitkreis „Gesellschaftlicher Konsens“ hat sich mit der Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises beschäftigt, die Rolle der Medien zusammen mit vier Vertretern der Printmedien aus der Region diskutiert und das Thema Integration besprochen. „Das Thema Integration wird bereits intensiv von den unseren Gemeinden bearbeitet. Eine Gemeinde hat sogar einen Teil der Gemeindezeitung in russische Sprache übersetzen lassen. Leider gibt es aber immer noch Gruppen, die trotz der vielen Integrationsbemühungen nur schwer erreichbar sind“, erklärte Joseph Karl, Sprecher des Arbeitskreises „Gesellschaftlicher Konsens“. Die „Politikverdrossenheit“ und das „Landkreisbewusstsein“ stehen unter anderem noch als Themen auf der Tagesordnung des Arbeitskreises.

 

Gemeindebesuche des Landrates

Landrat Herbert Mirbeth berichtete von seinen ersten acht Diskussionen mit den Gemeinderäten von Wiesent, Pfatter, Tegernheim, Thalmassing, Laaber, Deuerling, Brunn und Mintraching. Die zwei Themen „Nachbarschaftsvereine“ und „Leerstände in Ortskernen“ kamen dort immer wieder zur Sprache, so der Landrat: „Während sich die Gemeinden an den Ortsrändern gut entwickeln, kommt es in den Ortskernen zu immer mehr Leerständen.“ Um diese Entwicklung in den Griff zu bekommen, sei zu überlegen, ob man zusammen mit den Gemeinden ein Leerstandskartaster anlegen oder einen Leerstandsmanager einsetzen solle, so Mirbeth. Auch Modelle für „generationenübergreifendes Wohnen“ in den Ortskernen als neue Nutzung für Leerstrände kann sich der Landrat gut vorstellen. Damit könne man auch der zunehmenden Alterung der Bevölkerung Rechung tragen.

 

Das Thema „Nachbarschaftsvereine“ sei bei den Gemeinden durchwegs auf positive Resonanz gestoßen. „Viele Gemeinden sehen darin einen wichtigen Baustein für die Entwicklung ihrer Gemeinde“, erklärte Mirbeth. Die Gründungen der Nachbarschaftsvereine werden darüber hinaus durch die Freiwilligenagentur des Landkreises unterstützt. In den nächsten sieben Tagen stehen drei Gemeindebesuche in Holzheim, Hagelstadt und Pettendorf im Terminkalender des Landrats. Mirbeth freut sich bereits auf weitere Anregungen: „Querdenken und Visionen sind erwünscht.“

 

Zum Hintergrund

Die 70 Kreisräte aller Fraktionen beteiligen sich im Rahmen der vier Arbeitskreise „Soziales“, „Umwelt“, „Wirtschaft“ und „Gesellschaftlicher Konsens“. Die Kreisräte treffen sich in ihren Arbeitsgruppen jeden Monat einmal im Landratsamt. Parallel zu den Arbeitsgruppen des Kreistags sind auch alle Gemeinderäte und Bürgermeister des Landkreises in den Prozess „Landkreis 2020“ eingebunden. Landrat Herbert Mirbeth hat sich vorgenommen, alle Gemeinden des Landkreises zu besuchen. Insgesamt sollen sich alle 750 Entscheidungsträger des Landkreises am Prozess beteiligen.

 



Autor: pm / uh

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