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24.07.2012 Regensburg

Landesamt für Denkmalpflege begutachtet den Fund:

Knochen in Dechbetten geben (noch) Rätsel auf


Bei Arbeiten in Dechbetten sind Bauarbeiter auf Knochen eines Kindes gestoßen.

Neben der Dechbettener Wallfahrtskirche wird momentan – weil der Friedhof erweitert werden soll – nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg gesucht. Bei dieser Suche legten die Bagger auch die Knochen eines Menschen frei. Wie immer in solchen Fällen kommt die Polizei, sammelt die Beweisstücke ein und nimmt die Ermittlungen auf. Schnell ist klar, dass es sich nicht um Knochen aus jüngster Zeit handelt. Auch ein regulär bestattetes Kind konnte es nicht sein, denn die Fundstelle lag außerhalb des bestehenden Friedhofes. Es wurde vermutet, dass es sich eventuell um ein Kriegsopfer handeln könnte, doch auch das bewahrheitet sich nicht.

 

Bei den Knochen handle es sich um historische Stücke, sie seien "relativ alt", so Michael Rebele vom Polizeipräsidium Oberpfalz auf Wochenblatt-Anfrage. Das Landesamt für Denkmalpflege sei bereits eingeschaltet. Dort bestätigt Pressesprecherin Beate Zarges, "dass die Knochen aus einer historischen Schicht stammen. Mehr kann man aktuell nicht sagen, da die Untersuchungen im Moment laufen".

 

Noch befinden sich die Knochen zur näheren Begutachtung in Regensburg. Wann genau feststeht, aus welchem Jahrhundert die Knochen stammen, steht aber noch nicht fest. Das Landesamt zeigt sich zurückhaltend, mit einer schnellen Sensationsmeldung will man nicht an die Öffentlichkeit gehen. Sobald es Neuigkeiten gebe, werde man aber darüber informieren.

Autor: Ursula Hildebrand

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