04.10.2017 Schierling

Schulung

Jugendfeuerwehrtag in Schierling: 24 Stunden im Übungseinsatz


Foto: Feuerwehr Schierling
Am Samstag, 30. September, um 12.30 Uhr war "Dienstbeginn" für 18 Jugendfeuerwehrleute beim 24-Stunden-Jungendfeuerwehrtag in Schierling.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Jugendwarte Fischl Hannes, Roithmeier Andreas und Plamper Christian wurden die Jugendlichen auf ihre Fahrzeuge eingeteilt. Erstmals bei diesem 24-Stunden-Jugendfeuerwehrtag übernahmen die Jugendlichen den Job des Gruppenführers selbst. Immer begleitet wurden sie von einem erfahrenen Gruppenführer aus der aktiven Mannschaft, die ihnen jederzeit bei Fragen zur Seite standen.

 

Zu Beginn wurden die Gerätschaften in den Großfahrzeugen auf Vollständigkeit und Funktion geprüft sowie deren Nutzen und Einsatzgebiet nochmal kurz wiederholt. Im Anschluss ging es für eine Gruppe in den Schulungsraum. Dort wurden sie in den Themen Wärmebildkamera, Atemschutz bei der Feuerwehr sowie "Die Gruppe im Löscheinsatz" geschult. Die zweite Gruppe übte im Übungshof alles zum Thema "Halten und Rückhalten" als auch Knoten und Stiche. Nach zirka einer halben Stunde tauschten die Gruppen ihre Ausbildungsstationen bevor es danach zum Kaffee und Kuchen ging.

 

Flächenbrand auf einem Feld bei Lindach

Kurz nach 15 Uhr wurde die ständige Wache der Jugendfeuerwehr zum ersten Mal über den Wachgong zu einem Einsatz alarmiert. Gemeldet wurde ein Flächenbrand auf einem Feld bei Lindach. Beide Großfahrzeuge wurden umgehend besetzt und die "Einsatzstelle" angefahren. Zur Unterstützung wurde ebenfalls die Jugendfeuerwehr aus Eggmühl alarmiert. Mit Atemschutz und mehreren Strahlrohren gingen die Einsatzkräfte gegen das Feuer vor. Nach kurzer Zeit konnten die Gruppenführer über Digitalfunk bei der "Leitstelle Schierling" "Feuer unter Kontrolle" melden. Mit Unterstützung der Wärmebildkamera wurde der Löscherfolg ständig überwacht. Herzlichen Dank an das Lohnunternehmen Auburger für das zur Verfügung stellen des Feldes und von Stroh. Zurück auf der Wache wurden die Fahrzeuge wieder aufgerüstet und die Einsatzbereitschaft hergestellt.

 

Tierrettung aus der Laaber

Während des Bettenaufbaus im Schulungsraum der als Schlafsaal umfunktioniert wurde, ging es für die Mannschaft des 40/2 zu einer Tierrettung. Ein "Riesenhase" war in die Laber gefallen und wurde unter allen natürlich vorher gelernten Sicherungsmaßnahmen gerettet. Am Abend stärkte sich die Mannschaft erstmal mit selbstbelegten Pizzen und wartete natürlich schon gespannt was als nächstes passiert. Auch hier ein Dank an die Bäckerei Huber die uns beim Abendessen unterstützte.

 

Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen

Um 19.30 Uhr wurde das 40/1 zu einem Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen zum neuen Kindergarten im Norden von Schierling alarmiert. Nach kurzer Erkundung durch den jungen Gruppenführer wurde festgestellt, dass die Person im Pkw nicht ohne technisches Gerät und weiteres Personal aus dem Fahrzeug befreit werden konnte. Deshalb wurde das zweite Großfahrzeug der Wache alarmiert und währenddessen die technische Rettung vorbereitet. Unter fachkundiger Anleitung durch die "Hintergrundgruppenführer", den stellvertretenden Kommandanten wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet und mit der technischen Rettung begonnen. Dabei wurden die Türen und die B-Säule der Fahrerseite entfernt und das Dach mit Hilfe eines Rettungszylinders nach oben gedrückt. Danach konnte die "Person" mit dem Spineboard gerettet werden. Auch Bürgermeister Christian Kiendl informiert sich vor Ort über die laufenden Rettungsarbeiten der Jugendfeuerwehr. Bei der anschließenden Einsatznachbesprechung bescheinigten Jörchel Sascha und Hüttner Stefan den Jugendlichen eine hervorragende, disziplinierte Arbeit und waren hoch erfreut über den sehr guten Ausbildungsstand.

 

Personensuche im Freizeitzentrum

Gegen 23 Uhr mussten beide Fahrzeuge erneut Ausrücken. Grund war eine Personensuche im Freizeitzentrum. Durch die Einsatzleitung, gestellt von Kreisbrandmeister Hausler, wurden die Gruppenführer darüber informiert, dass sechs Personen nach einer kleinen Party nicht mehr nach Hause zurückgekehrt sind. Nach der Einteilung der Gruppen in definierte Suchbereiche, sowie ausgestattet mit Wärmebildkamera und Handlampen wurde das Freizeitzentrum abgesucht. Nach und nach wurden die Personen gefunden und dem Rettungsdienst übergeben. Nach diesem Einsatz ging es für alle Jugendfeuerwehrler in ihren Schlafsaal, in dem es dann auch sehr schnell ruhig wurde.

mehr Bilder ansehen
Fotostrecke
mit
13 Bildern



Ausrücken  in die Bücherei

Um 6 Uhr morgens wurden die Einsatzkräfte zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in die Bücherei alarmiert. Nach kurzer Erkundung konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Der Brandmelder in einem Abstellraum hatte irrtümlich ausgelöst. Vor der Abfahrt wurde die ganze Mannschaft über den grundsätzlichen Ablauf bei einem Brandmeldeeinsatz informiert. Hier geht ein Danke an die Ademaj Wohnbau GmbH, die uns den Zugang zur Brandmeldeanlage und die Übung genehmigt hat. Außerdem an die Bücherei Schierling, dass wir ihre Räumlichkeiten nutzen durften. Nach dem Frühstück wurden die Feldbetten wieder abgebaut und anschließend im Schulungsraum das Thema Feuerwehrpläne und Einsatzpläne erläutert.

 

Personrettung aus einem Schacht

Um kurz nach 9 Uhr waren die Jugendfeuerwehrler nochmals gefordert. Eine Person war in einen Schacht gefallen und musste über einen Leiterbock und Flaschenzug gerettet werden. Nach jeder Einsatzübung wurde eine Einsatznachbesprechung abgehalten. Hier konnten die jungen Gruppenführer ihre Erfahrungen, der Rest der Mannschaft ihre gemachten Erfahrungen und Fragen sowie die Führungskräfte und Jugendwarte die positiven als auch Punkte die nicht so gut gelaufen waren darlegen. Anschließend wurden die Fahrzeuge und die Fahrzeughalle gereinigt.

 

 

Letzter Alarm: Gruppenfoto auf dem Übungshof

Der letzte Wachalarm alarmierte die Jugendfeuerwehrler zum gemeinsamen Gruppenfoto auf dem Übungshof.

Die Jugendwarte bedankten sich für die Einsatzbereitschaft und Disziplin der Jugendlichen. Auch der Jugendsprecher hatte viel lobende Worte für die Jugendwarte und die vielen fleißigen Helfer. Zum Abschluss wurde noch Gegrillt und um 12:30 Uhr der 24-Stunden-Jugendfeuerwehrtag offiziell beendet. Abschließend wollen sich die Jugendwarte nochmals bei all den vielen Helfern bedanken die sich auch zu später oder früher Stunde für die Jugend Zeit genommen haben. Darunter waren die Maschinisten (Fahrer der Fahrzeuge), die „Hintergrundgruppenführer“ als Unterstützung für die Jugendgruppenführer, die BRK-Bereitschaft Mallersdorf für die Feldbetten, unser Verpflegungsteam und die Kameraden die, die Einsatzübungen organisierten

.

Autor: Pressemitteilung

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: