01.02.2012
Regensburg
Landratsamt Regensburg für Glasfasernetz:
Offensive für schnellere Datenautobahnen

Foto: Reisenauer
Das Landratsamt Regensburg will im Landkreis neue „Auffahrten“ zu den schnellen Datenautobahnen im Internet bauen. Es soll ein neues Glasfasernetz entstehen.
Wie das Wochenblatt bereits berichtete, wurde das Ingenieurbüro Josef Ledermann beauftragt, in enger Abstimmung mit allen Landkreisgemeinden eine Planungsstudie zum Aufbau eines Glasfasernetzes im Landkreis Regensburg zu erarbeiten. Ziel ist eine ausreichende und nachhaltige Versorgung mit Breitband-Internetdiensten in den Landkreiskommunen. Das Landratsamt soll dabei eine koordinierende Funktion übernehmen.
„Hätte man uns früher gelassen, wären wir heute schon weiter“, erklärte Landrat Herbert Mirbeth bei einem Treffen mit Bürgermeistern und Internetverantwortlichen aus dem Landkreis im Landratsamt.
Firmeninhaber Josef Ledermann hatte dabei Gelegenheit , seine Vorgehensweise und den Ablauf des Projekts vorzustellen. Das Büro Ledermann, das seinen Stammsitz in München hat, wird für die Projektdauer dieser Studie einen Zweitsitz in der Bruderwöhrdstraße in Regensburg einrichten, um für die Ansprechpartner aus dem Landkreis leichter erreichbar zu sein. In einem ersten Schritt soll ein Gesamtkonzept für einen wirtschaftlich sinnvollen Ausbau unter Berücksichtigung vorhandener Strukturen ausgearbeitet werden. Kommunale und privatwirtschaftliche Daten sollen gebündelt werden.
Ein erster Ausbau durch Synergieeffekte ist laut Ledermann bereits 2012 möglich. Dann wird in Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt Regensburg ein Infrastrukturkataster erstellt. Dazu gehört auch ein sogenannter Grabungsatlas, mit dem alle bereits bestehende Leerrohre und die geplanten Tiefbaumaßnahmen erfasst werden.
„Damit können wichtige Einsparungen erzielt werden“, erklärte Heinrich Hegen, Leiter des Vermessungsamtes Regensburg, der den Grabungsatlas vorstellte. Hinzu kommen in dieser Phase der Studie Fragebogen zur Infrastruktur und vor Ort Termine in allen Gemeinden.
In einer zweiten Phase gibt es dann Erschließungs- und Trassenvorschläge und überörtliche Lückenschlüsse. „Ziel ist eine vergleichbare Breitbandversorung im gesamten Landkreis“, erklärte Ledermann.
Erst dann könne man zur Planung von einzelnenen Maßnahmen im Detail übergehen und ein Vermarktungs- und Nutzungskonzept ausarbeiten. Dabei sollen natürlich auch Fördermittel aus vorhandenen und zukünftigen Programmen ausgeschöpft werden.
Die Kosten für die rund 110.000 Euro teure Studie übernimmt das Landratsamt.
Autor: Josef Reisenauer
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