25.10.2016 Regensburg

"Clown-Prank"

Horror-Clowns verbreiten Angst und Schrecken in unserer Stadt

Clown, Gruselclown
Am Samstag, 22. Oktober, ist es nun passiert: Die Horror-Clowns treiben jetzt auch in Regensburg ihr Unwesen. Nachdem vergangene Woche Horror-Clowns in Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen und in Gelsenkirchen gesichtet wurden, gibt es nun drei Fälle in Regensburg und der Region.

Diese Clown-Zwischenfälle haben sogar einen Namen: „Clown-Prank“ – zu Deutsch „Clown-Streich“. Wie viele Trends, kommt auch dieser aus den USA. Dort verkleiden sich Unbekannte seit einigen Wochen als Clowns – allerdings nicht als die lustige und niedliche Version, wie man sie aus dem Zirkus kennt, sondern als furchteinflößende Horror-Clowns – und erschrecken Menschen in Parks, Fahrstühlen oder klingeln sogar direkt an der Haustür.

 

Als wäre so ein Horror-Clown nicht schon gruselig genug, sind die Clowns meist auch noch mit einer Axt oder Ähnlichem bewaffnet. Dieser gruselige Trend geht sogar so weit, dass die Fastfoodkette McDonald’s aufgehört hat, mit seiner Werbe-Figur „Ronald McDonald“ zu werben.

 

Nun ist der fragwürdige Trend auch in Europa – und nun sogar in Regensburg – angekommen. Laut Stefan Hartl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, gab es in Regensburg und der Region bereits drei Clown-Zwischenfälle. Während in Schwandorf ein Clown-Prank gerade noch von der Polizei verhindert werden konnte, lief es bei einem weiteren Fall in Regensburg nicht mehr ganz so glimpflich ab:

 

„Man weiß nie, wie der Clown reagiert“

Am Samstagabend, 22. Oktober, erschreckten zwei 15- beziehungsweise 16-jährige Schüler Passanten in Kumpfmühl. Polizeibeamte stellten das Duo in ihren Horrormasken und fanden außerdem einen Baseballschläger und ein Messer bei den Clowns.

 

Ebenfalls am Samstagabend, 22. Oktober, traf eine junge Frau am Theodor-Heuss-Platz in Regensburg auf einen Horror-Clown. Sie lief weg und meldete den Vorfall der Polizei. Der Clown war jedoch nicht bewaffnet und verfolgte die junge Frau auch nicht.

 

„Das Problem ist: Es liegt dabei keine Straftat vor“, so Hartl. Auch wenn der Clown nicht bewaffnet ist, rät er aber dazu, wegzulaufen. „Man weiß nie, wie die Clowns reagieren“, erklärt er weiter. Außerdem sollte man den Vorfall möglichst zeitnah der Polizei melden. Dabei wäre es natürlich gut, eine Beschreibung des Clowns abzugeben und anzugeben, in welche Richtung der Clown verschwunden ist. Die Polizei fährt dann zur entsprechenden Örtlichkeit und sucht nach dem Clown.

 

„Es ist Wahnsinn, mit was sich die Polizei beschäftigen muss. Was ist, wenn in dieser Zeit wirklich etwas Schlimmes passiert?“, zeigte sich Hartl besorgt.

Autor: Verena Bengler

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