18.04.2017 Regensburg

Kriegsende und Stadtentwicklung

Gerda Stauner liest aus 'Grasmond'

Claudia Eisenrieder in der Diskussion mit Frau Stauner
Foto: Gerda Stauner
Die Regensburger Autorin Gerda Stauner liest am 24. April um 19 Uhr in der Staatlichen Bibliothek aus ihrem Debütbuch "Grasmond", in welchem sie ihr Geburtsjahr 1973 wieder aufleben lässt.

Die fesselnde Familiengeschichte ist eingebettet in die Ereignisse der lebensbedrohenden letzten Tage des Zweiten Weltkrieges im Oberpfälzer Dorf Fichtenried. Gleichzeitig spannt sie einen Bogen zu den Anfängen der Altstadtsanierung in Regensburg und zu den turbulenten Geschehnissen rund um das erste Bürgerfest im Sommer 1973.

 

Ein Heimatroman mit Blick in die Vergangenheit

Der klare Bezug zu ihrer Heimat ist in dem zeitgeschichtlichen Roman deutlich spürbar: Das Auflebenlassen des dörflichen, oft bäuerlich geprägten Alltags in der Stoapfalz ist ihr detailreich und dennoch schnörkellos gelungen. Wohl auch, weil Gerda Stauner diesen als Kind gerade noch so erlebt hat, bevor er für immer verschwunden ist.

 

Auf der anderen Seite der Geschichte steht der Beginn einer neuen Zeit für die Stadt Regensburg. Nur weil sich damals eine Gruppe von Menschen mit Weitsicht engagiert und eingesetzt habe, können sich heute Einheimische und Touristen gleichermaßen an Regensburg erfreuen. Und ohne dieses Engagement wäre die Wahlheimat Gerda Stauners vor zehn Jahren wohl nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden.

 

Moderation und anschließende Diskussion

Die Kulturwissenschaftlerin Claudia Eisenrieder wird den Abend moderieren und zwischen den einzelnen Lesepassagen mit der Autorin über die Themen "Nationalsozialismus", "Das Schweigen in der Familie nach Kriegsende", und "Die Erhaltung der Altstadt als Heimat für das Individuum" sprechen. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, gemeinsam zu diskutieren. Der Eintritt ist frei.

Autor: pm/ jm

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