26.09.2017 Pentling

Jugend-Berufsfeuerwehrtag

Gelebte Integration: Omar und Mohammed engagieren sich bei der Jugendfeuerwehr


Foto: Ratisbona Media
Vom Samstag auf Sonntag, 23. auf 24. September, übernachteten 38 Jugendliche im Feuerwehrhaus in Pentling. Um warum? Sie alle sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus fünf Ortsteilen der Gemeinde Pentling und durften am vergangenen Wochenende am Jugend-Berufsfeuerwehrtag teilnehmen, der von den Jugendwarten der verschiedenen Wehren organisiert wurde.

Der Tagesablauf ist dem auf einer echten Berufsfeuerwehrwache nachempfunden. Sprich: Fahrzeugcheck, Unterricht, zusammen kochen, Dienstsport, im Feuerwehrhaus übernachten und dazwischen natürlich verschiedene Einsätze. Wie ein echter Alarmdienst dauert auch der Jugendtag 24 Stunden. Man möchte die Heranwachsenden im Alter von zwölf bis 18 Jahren so in spielerischer Form an das Einsatzgeschehen heranführen. Der Spaßfaktor soll aber auch nicht zu kurz kommen, deshalb werden die Fahrten zu den Übungseinsätzen beispielsweise auch mit Blaulicht und Martinshorn durchgeführt.

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Die Jugendlichen bekamen es so am Wochenende mit einer Ölspur, einem Verkehrsunfall, Großbrand, der Verletztenversorgung e und mehr zu tun, so, wie es bei einer echten Berufsfeuerwehr jederzeit auch sein kann. Aber: "Wir haben es im Vergleich zu vielen anderen Feuerwehren so gemacht, dass wir den Schwerpunkt nicht auf die Einsätze gelegt haben, sondern auf die Ausbildung. In diesem Fall die Jugendflamme. Das ist das erste Abzeichen, das Jugendliche in der Jugendfeuerwehr machen können", so Alexander Schmidt-Wallach von der Feuerwehr Pentling. Hier werden Grundlagen vermittelt, die man tagtäglich als aktives Feuerwehrmitglied braucht, wie etwa Knotenkunde, das Setzen von Standrohren oder Leitern aufstellen. Am Samstagvormittag wurde für das Abzeichen geübt, am Nachmittag erfolgte die Abnahme und am Abend dann die Übergabe an die Jugendlichen durch Bürgermeisterin Barbara Wilhelm und den Kreisjugendwart des Kreisfeuerwehrverbandes Regensburg Fabian Kaptein.

 

Integration in der Feuerwehr
Seit Kurzem hat die Pentlinger Jugendfeuerwehr auch zwei neue Mitglieder. Die beiden Brüder Omar (13) und Mohammed (14). Sie stammen aus Syrien und kamen vor zwei Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland. Beide sind noch sehr zurückhaltend, aber dafür hoch engagiert, beispielweise bei den Vorbereitungsübungen für die Jugendflamme. Omar und Mohammed sprechen sehr gut Deutsch, weshalb die Kommunikation auch mit den anderen Jugendlichen überhaupt kein Problem ist. "Sie sind bei den Übungen immer da und wir versuchen die Beiden eben aktiv mit in die Gemeinschaft zu integrieren und hoffen, dass das auch langfristig klappt. Die Beiden können aber auch nach so kurzer Zeit schon locker mit den anderen Jugendlichen mithalten, die Monate gar Jahre hier bei uns in der Feuerwehr sind", erzählt Alexander Schmidt-Wallach.
 

Autor: Ratisbona Media

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