Aufgrund von Korruption entstehen den EU-Mitgliedsstaaten jährlich volkswirtschaftliche Verluste von rund 120 Milliarden Euro. Zudem zählen Korruption und Vetternwirtschaft zu den Hauptursachen für die finanziellen, ökonomischen und politischen Probleme einzelner EU-Staaten. Auf Initiative des Europäischen Parlaments will die EU-Kommission deshalb mit den neuen „Anti-Corruption-Reports“ zu verstärkten Bemühungen im Kampf gegen die Korruption auffordern. Die Landesberichte für den ersten „EU-Anti-Corruption-Report“ werden 2013 vorgestellt. In den darauf folgenden zwei Jahren sollen die Fortschritte in den einzelnen Mitgliedsstaaten untersucht und in einem Nachfolgebericht zusammengefasst werden.
Kubiciel gilt international als Experte für die Erarbeitung von Berichten und Empfehlungen zur Korruptionsbekämpfung. In den vergangenen Jahren arbeitete er für verschiedene internationale Organisationen wie das „United Nations Office on Drugs and Crimes“ oder die beim Europarat in Straßburg angesiedelte „Groupe d'États contre la corruption“. Im Juli 2012 habilitierte Kubiciel an der Regensburger Fakultät für Rechtswissenschaft in den Fächern Deutsches und Europäisches Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Strafrechtsvergleichung.
Zum Hintergrund:
ec.europa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/organized-crime-and-human-trafficking/corruption/index_en.htm
und
ec.europa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/pdf/com_decision_2011_3673_final_en.pdf
Bildunterschrift:
PD Dr. Michael Kubiciel
Foto: Universität Regensburg
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