Hoher Besuch in Regensburg:
EU-Kommissar schaut nach, wo das Geld hinfließt

EU-Kommissar László Andor (Ungarn) war nach Regensburg gereist, um zu sehen, wo die Fördergelder des Europäischen Solzialfonds (ESF) hinfließen. Als Projekt hatte er sich die Maßnahme "Qualifizierung Holz/Metall/Lager" im Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in Regensburg ausgesucht. In dieser Maßnahme sollen die Teilnehmer ihre Chancen auf eine Eingliederung oder auch Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt verbessern können.
Der Lehrgang bietet seit Oktober 2011 20 Arbeitslosengeld-II-Empfängern die Möglichkeit, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. "Gerade wegen der derzeit sehr guten Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt, müssen wir uns verstärkt um die kümmern, bei denen dieser positive Trend noch nicht angekommen ist", so Bayerns Arbeitsstaatssekretär Markus Sackmann. Er war ebenso wie Europaministerin Emilia Müller nach Regensburg gekommen.
Bei der letzten vergleichbaren Maßnahme konnte rund 70 Prozent der Teilnehmer im Anschluss in eine feste Arbeit vermittelt werden. "Unsere hohen Eingliederungsquoten basieren auf der Vermittlung der fachlichen Qualifikationen unter betrieblichen Realbedingungen. Dieser konkrete Praxis- und Arbeitsweltbezug ist charakteristisch für alle unsere Angebote", so Werner Lindig, Mitglied der Geschäftsleitung des bfz.
László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, zeigte sich beeindruckt. Er freue sich sehr, in eine so prosperierende Stadt wie Regensburg zu kommen und zu sehen, was hier alles möglich sei. Da gerade im Parlament über die Zukunft des ESF beraten werden, sei es ihm wichtig, vor Ort zu sehen, wie die Fördergelder in der Praxis verwendet werden. Er sehe, dass das Geld in Regensburg gut angelegt sei, so Andor.
Bei einem Rundgang durch die Werkstätten konnte sich der Kommissar dann direkt bei den Teilnehmern der Maßnahme davon überzeugen, wie gut gut das Geld tatsächlich angelegt ist. "Kommissar Andor kann sich in Regensburg aus erster Hand überzeugen, dass die europäischen Mittel bei uns in der Oberpfalz hervorragend investiert sind. Ich kämpfe mit Nachdruck für möglichst hohe europäische Regionalfördermittel auch im neuen Förderzeitraum ab 2014. Der Besuch von Kommissar Andor im bfz Regensburg gibt diesem Einsatz einen zusätzlichen Schub", so Emilia Müller weiter.
OB Hans Schaidinger hatte zuvor einen kurzen Abriss über die weit zurückreichende Regensburger Geschichte gegeben. Damit fand er in Kommissar László Andor einen begeisterten Zuhörer, hatte doch, so bemerkte Andor mit einem Lächeln, der erste Ungarische König und heutige Nationalheilige – das war Stephan I. – seine Ehefrau Gisela von Bayern in Regensburg kennengelernt.
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