Wochenblatt
18.12.2013 Regensburg

Abmahnungen

Drohbrief landet in der Wochenblatt-Redaktion – wüste Drohungen gegen Rechtsanwaltskanzlei

Pornos, illegal im Internet herunter geladen, können teuer werden
Foto: kebox / clipdealer.com
Der Name der Regensburger Anwaltskanzlei Urmann und Collegen ist aktuell in aller Munde: Es geht um Abmahnungen aus dem Bereich "Adult Entertainment" tätig, zu Deutsch: Man mahnt für die Pornoindustrie ab. Jetzt hat der Fall eine ganz neue Dimension angenommen.

Ein Brief erreicht am Dienstag, 17. Dezember, die Redaktion des Regensburger Wochenblattes. Er wird zunächst behandelt wie jeder andere Brief auch. Doch schon die ersten Zeilen machen stutzig: Das Schreiben ist anonym, als Absender geben sich „Gläubige der DITIB Camii“ aus, der Inhalt ist gruselig. Gegen den Anwalt „Urmann und seine Angestellten“ werden konkrete Drohungen ausgesprochen.
Kripo und Staatsschutz sind mittlerweile eingeschaltet, sie ermitteln, was es mit dem anonymen Schreiben und den Drohungen auf sich hat.

 

Thomas Urmann bestätigt auf Wochenblatt-Anfrage, dass aktuell jeden Tag einige Drohanrufe in der Kanzlei ankommen: „Das können Sie sich nicht vorstellen!“ Erste Sicherheitsmaßnahmen sind bereits getroffen, die Polizei ist eingeschaltet. „Wir werden übelst beschimpft!“
Hunderte Drohungen kommen bei Urmann an

 

Urmann findet die Situation, in der er sich und seine Kanzlei aktuell befindet, als "befremdlich". Er muss Lieferungen von irgendwelchen Firmen abwimmeln, die Unbekannte auf seinen Namen bestellt haben. Die meisten der Drohenden verstecken sich in der Anonymität, manche vergessen allerdings auch, die Rufnummernunterdrückung zu aktivieren, sagt Urmann.

 

Kripo und Staatsschutz sind alarmiert, im Falle der Drohungen aus dem Brief wird ermittelt, ebenso wegen der Anrufe.

Autor: Ursula Hildebrand

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