Ein großes Polizeiaufgebot, dazu Rettungsdienste und Feuerwehr wurden am Montag in den Abendstunden auf den Plan gerufen, nachdem gegen 20 Uhr mehrere Notrufe bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz eingingen.
Deren Tenor war, dass auf dem Areal eines im Stadtteil Irlmauth seit mehreren Monaten ansässigen Zirkus Schüsse gefallen seien und eine massive Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen im Gange sei. In den folgenden Nachtstunden erfolgten in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Ermittlungsmaßnahmen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. So wurde mit der Spurensicherungsarbeit auf dem Areal des in Irlmauth ansässigen Zirkus begonnen, aber auch Durchsuchungen auf dem Gelände des neu angereisten Zirkus im Stadtteil Burgweinting liefen in den Nachtstunden.
Zwei Fahrzeuge der Marke Mercedes aus dem Fundus dieses Zirkus, der für die kommenden Tage im Stadtteil Burgweinting Veranstaltungen anberaumt hat, wurden sichergestellt um notwendige Spurensicherungsmaßnahmen vorzunehmen. Auch während des heutigen Tages wurde die Tatortsicherungsarbeit fortgesetzt, ebenso erfolgten Nachvernehmungen von neutralen Zeugen des abendlichen Geschehens bzw. der eigentlichen Kontrahenten. Aus deren Kreis wurde als mögliches Motiv angeführt, dass man seitens des neu angereisten Zirkusunternehmens auf ein klärendes Gespräch bezüglich der anstehenden Vorstellungen aus war. Dieses Zusammentreffen auf dem Gelände des Zirkus in Irlmauth soll dann eskaliert sein.
Von den ursprünglich sechs verletzten Personen befinden sich noch ein 48-Jähriger mit einer Schussverletzung (Durchschuss im linken Unterschenkel) und ein 17-Jähriger, der eine nicht näher verifizierbare Verletzung am rechten Fuß hat, in stationärer Behandlung.
Drei Schusswaffen fanden sich auf dem Gelände in Irlmauth, darunter eine Kleinkaliberpistole aus der höchstwahrscheinlich der Schuss in das Bein abgegeben wurde, eine Perkussionswaffe sowie ein Gasrevolver.
Die noch andauernden Ermittlungen der Kripo konzentrieren sich aus strafrechtlicher Sicht auf schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Verstöße nach dem Waffengesetz.
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