06.10.2017 Regensburg

Wahrzeichen

Die Säuleninstallation wird zum neuen Museumslogo für das KOG

Die Säuleninstallation wird zum neuen Museumslogo für das KOG
Foto: KOG
Seit 2006 belebt nun die rote Säuleninstallation von der international bekannten Konzeptkünstlerin Magdalena Jetelová die Fassade des Kunstforums Ostdeutsche Galerie. Sie macht den Museumseingang vom Weiten sichtbar und ist mittlerweile zum Wahrzeichen des Museums geworden.

Es lag auf der Hand, die charakteristische Form der vier in verschiedene Richtungen geneigten Säulen als Grundlage für die grafische Gestaltung des neuen Museumslogos zu verwenden. Zurzeit wird das Oberflächenmaterial der Installation, der rote Teppich, ausgetauscht, damit das Kunstwerk für die Neueröffnung der Schausammlung am 20. Oktober wieder in voller Pracht erstrahlt.

 

Ihre mittlerweile berühmten roten Säulen hatte Magdalena Jetelová zunächst als ein temporäres Objekt für ihre Ausstellung anlässlich der Verleihung des Lovis-Corinth-Preises im KOG entworfen. Die schlichten Säulen des ursprünglichen Jugendstilbaus hatte sie mit einer Holzkonstruktion ummanteln lassen, die mit einem roten Teppich überzogen ist. Der Widerspruch zwischen dem weichen Material und der Tragefunktion der Säulen, die zudem zur einen oder anderen Seite kippen und somit optisch unstabil sind, macht die inhaltliche Aussage des Kunstwerks aus. Der Titel "Venceremos/Sale" verweist auf das sogenannte "Kubanische Projekt", mit dem Jetelová auf die Kubanische Revolution Bezug nahm. Durch diese wurde zwar der Diktator Fulgencio Batista gestürzt, es folgte jedoch das korrupte, kommunistische Castroregime.

 

Heute betrachtet die tschechische Künstlerin, die 1985 aus politischen Gründen die kommunistische Tschechoslowakei verließ, die Regensburger Säulen als ein Mahnmal gegen jegliche Art von Diktatur. Für das KOG ist Jetelovás Kunstwerk darüber hinaus ein Symbol für die Erweiterung des Stiftungsauftrags 2003: Neben dem Bewahren des künstlerischen Erbes der früher deutsch geprägten Gebiete im östlichen Europa, bietet das KOG auch eine Plattform für die aktuelle Kunst aus Mittel, Ost- und Südosteuropa. Als Kunst am Bau wurde das ursprüngliche Ausstellungsobjekt auch über die Laufzeit der Ausstellung hinaus beibehalten, 2011 hat es das KOG angekauft. Bei einem Brandanschlag 2014 wurde es schwer beschädigt und anschließend wiederhergestellt. In diesen Tagen werden die Säulen neu bezogen.

 

Im neuen Museumslogo sind die vier Säulen wiederzufinden, an die in gleicher Größe ein "K" als Anfangsbuchstabe von Kunstforum Ostdeutsche Galerie anschließt. Das Logo gibt es in mehreren Varianten, wovon eine den kompletten Museumsnamen beinhaltet.

Autor: Pressemitteilung

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