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18.09.2012 Regensburg

Es tut sich was am Donaumarkt:

Der Schandfleck kommt weg!

Donaumarkt
Foto: ce
Der Donaumarkt in Regensburg ist momentan wahrlich kein Schmuckstück, die ewige Baustelle scheint kein Ende zu nehmen.

Doch das Museum der Bayern, das hier entstehen wird, bringt nun auch alle anderen Steine so richtig ins Rollen, denn mit der Eröffnung des Museums 2018 soll auch das Umfeld in neuem Glanz erstrahlen. Am kommenden Montag, 24. September, wird dazu das Ergebnis des Realisierungswettbewerbes zum Ostermeier-Areal vorgestellt.

 

Für viele Regensburger ist der Donaumarkt, so wie er momentan aussieht, eher ein Schandfleck als eine gute Lage. Die „Karree am Donaumarkt GmbH“ hat nun einen Wettbewerb „zur Erzielung einer größtmöglichen Qualität an Bebauung im historischen Kontext“ durchgeführt. Acht regionale und überregionale Büros waren eingeladen, ihre Vorschläge einzureichen. Das zur Verfügung stehende Grundstück hat eine Größe von etwas mehr als 3.000 Quadratmetern. Schwerpunktmäßig solle "qualitätsvolle Wohnbebauung" entstehen. Im Süden und im Norden des Grundstückes kann man sich auch eine gewerbliche Nutzung oder Gastronomie als Abrundung vorstellen.

 

Besonders wichtig an dieser Stelle der Stadt Regensburg ist der historische Kontext. Als Einfallstor zur Stadt befindet sich der Donaumarkt direkt gegenüber von Überresten der Römermauer, das Museum wird seinen Beitrag leisten und sich architektonisch in die Gegebenheiten zwischen Donau und Altstadt einfügen. Selbiges wird nun auch von der Bebauung auf dem Ostermeier-Areal erwartet. So erwarte man von den Wettbewerbsteilnehmer "die Ausformulierung einer situationsspezifischen Architektursprache von höchster Qualität".

 

Die Jury, bestehend aus Regensburgs Planungsreferentin Christine Schimpfermann und den Architekten Carola Schäfer, Prof. Andreas Hild sowie Prof. Florian Nagler, hatte über die eingegangenen Pläne zu entscheiden. Am Montag wird das Ergebnis vorgestellt.
Und so rückt der Tag näher, an dem ein weiterer Schandfleck in der Stadt Regensburg verschwindet.

Autor: Ursula Hildebrand
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