Nach dem Unwetter vom Samstag
Bürgermeister Peutler verzweifelt: "Wo soll das Wasser hin?"

Ab 22 Uhr kämpften die Bacher Bürgerinnen und Bürger mit den Wassermassen, bereits zum dritten Mal erwischte sie ein Unwetter in diesem Jahr besonders hart. Bereits in der Nacht wurden Vorwürfe laut, ein Rückhaltebecken habe den Wassermassen nicht standgehalten (das Wochenblatt berichtete online). Dies jedoch, so Bürgermeister Josef Peutler gegenüber dem Wochenblatt, entspreche nicht den Tatsachen.
Peutler machte drei "Krisenstellen" in der Gemeinde fest. Zunächst sei es im Bereich der Staatsstraße zwischen Demling und Bach zu mehreren Murenabgängen gekommen. Hier waren Feuerwehr und Bauhof noch in der Nacht im Einsatz, um die Straße wieder zu reinigen. Ein weitere Problemfall sei der Waldweg gewesen, hier sei das Wasser vom Berg in eine Garage und einen Garten gelaufen. beide Krisenstellen wären auch mit einem noch besseren Hochwasserschutz nicht zu verhindern gewesen, so Peutler gegenüber dem Wochenblatt. Der dritte Krisenpunkt war die Untere Bachgasse, hier fehle der letzte Bauabschnitt des Hochwasserschutzes noch. Er selbst war in der nacht von Samstag auf Sonntag von 21.30 bis 1.30 Uhr vor Ort und bekam dabei die Emotionen der Anwohner live mit. Innerhalb von 45 Minuten waren 57 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. "Wo soll das Wasser hin?", fragt Peutler.
Er könne den Ärger der Anwohner verstehen, mit mangelndem Hochwasserschutz hätten die Schäden aber nichts zu tun. Damals, als über den neuen Hochwasserschutz diskutiert wurde, sei die Gemeinde von vielen Anwohnern belächelt worden, der Hochwasserschutz sei als "überdimensioniert" bezeichnet worden. Heute, so Peutler, drehe sich die Stimmung in die andere Richtung, heute könne der Schutz nicht hoch genug sein. Die Rückhaltebecken hätten funktioniert, am Sonntagabend war in den Becken kaum Wasser zu sehen, die Becken sind intakt. Bürgermeister Peutler war ebenfalls am Sonntag nochmals unterwegs, um sich ein Bild von den Schäden zu machen.
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