31.01.2012 Regensburg
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Statistik:

Arbeitslosenquote leicht angestiegen – aber unter Vorjahresnievau

Arbeitsamt
Foto: Archiv
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – sind im Berichtsmonat Januar 10.185 Männer und Frauen arbeitslos gewesen. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozentpunkte auf aktuell 3,4 Prozent.

"Die saisonale Zunahme der Arbeitslosigkeit ist üblich, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Normalerweise wachsen die Zahlen schon im November und Dezember deutlich an. Dieser Zyklus ist im letzten Jahr nahezu ausgefallen. Deshalb erleben wir jetzt ein umso stärkeres Ansteigen. Entscheidend ist jedoch, dass die aktuelle Arbeitslosigkeit insgesamt und in allen Gruppen des Bestandes weit unter Vorjahresniveau liegt", so Gabriele Anderlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg. Sie Nachfrage nach Arbeitskräften zeige ein Plus gegenüber Januar 2011. Dazu komme, dass alle Vorzeichen auf eine weiterhin stabile Konjunktur deuten. "So können wir momentan davon ausgehen, dass der Arbeitsmarkt in den Monaten Januar und Februar vom Winter ausgebremst bleibt und im Frühjahr sehr schnell auf die Überholspur kommen wird", so Anderlik.

 

Vergleich zum Vorjahresmonat

Vor diesem Hintergrund ist vor allem der Vergleich zum Vorjahresmonat wichtig. Dieser zeigt das gute Niveau, auf dem sich der regionale Arbeitsmarkt bewegt. So sind aktuell 876 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 279 Personen oder 46,7 Prozent mehr als im Vormonat jedoch 120 Arbeitslose oder 12,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Anteil dieser Altersgruppe am Arbeitslosenbestand beträgt im Berichtsmonat 8,6 Prozent. Bei den 15 bis 20-jährigen sind derzeit 152 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 29 junge Männer und Frauen oder 23,6 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber Januar 2011 sind es jedoch 20 Arbeitslose oder 11,6 Prozent weniger. Deren Anteil am Bestand beträgt aktuell 1,5 Prozent.

 

Bei den älteren Arbeitslosen im Alter von 50 bis 65 Jahren sind aktuell 3.521 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 661 Personen oder 23,1 Prozent mehr als im Vormonat jedoch 662 oder 15,8 Prozent weniger als im Januar 2011. Deren Anteil am Arbeitslosenbestand beträgt 34,6 Prozent. Im Alter von 55 bis 65 Jahren sind aktuell 2.210 Arbeitslose gemeldet. Das sind 354 Betroffene oder 19,1 Prozent mehr als im Vormonat aber 406 oder 15,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Deren Anteil am Bestand beträgt 21,7 Prozent.

 

Bei den Arbeitslosen mit Schwerbehinderung stieg seit dem Vormonat die Zahl von 866 auf aktuell 959 Personen. Das sind 93 Männer und Frauen mehr als im Dezember 2011 aber 128 oder 11,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Deren Anteil am Bestand beträgt im Berichtsmonat 9,4 Prozent. Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen liegt bei 1.325. Das sind 241 Personen oder 22,2 Prozent mehr als im Vormonat jedoch 167 oder 11,2 Prozent weniger als im Januar letzten Jahres. Deren Anteil am Bestand der Arbeitslosen beträgt im Berichtsmonat 13,0 Prozent.

 

Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent

Im Januar 2012 haben sich erstmals oder erneut 4.808 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.449 Zugänge oder 43,1 Prozent mehr als im Vormonat jedoch 567 oder 10,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dagegen konnten 2.450 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 253 Abgänge oder 9,4 Prozent weniger als im Dezember 2011 und 592 oder 19,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 3,4 Prozent. Das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als im Vormonat jedoch 0,7 weniger als im Januar 2011. Auch in den einzelnen Gruppen des Arbeitslosenbestandes sind die Quoten durchweg niedriger als vor einem Jahr. Zumindest im Jahresvergleich fällt die Bilanz der offenen Stellen immer noch positiv aus. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 1.136 Stellen gemeldet. Das sind 294 Angebote oder 20,6 Prozent weniger als im Vormonat jedoch 50 oder 4,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Bestand stehen aktuell 3.501 Ausschreibungen zur Wahl. Das sind 12 Vakanzen oder 0,3 Prozent mehr als im Vormonat jedoch 1.308 oder 59,6 Prozent mehr als im Januar 2011.
 

Soweit zu den offiziellen Zahlen

Wie hier getrickst wird, das hat eine Anfrage der Linken an die Bundesregierung ans Licht gebracht. Mehr dazu gibts hier.



Autor: pm / uh

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