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11.09.2012 A3/Lupburg

Das wird teuer:

Alkoholisierter 56-Jähriger ohne Führerschein flüchtete nach Unfall mit 200 km/h vor der Polizei

Polizei
Foto: Ursula Hildebrand
Eine Streifenbesatzung der Autobahnpolizei Parsberg wollte am Montag, 10. September, gegen 10.55 Uhr auf der Autobahn A3 zwischen den Anschluss-Stellen Parsberg und Beratzhausen einen Mercedes aus dem Landkreis Deggendorf einer Kontrolle unterziehen.

Der Wagen war den Beamten aufgefallen, weil der Fahrer den vorausfahrenden Fahrzeugen bis auf nur wenige Meter aufgefahren war.

 

Die Anhaltezeichen der Polizeibeamten missachtete dieser jedoch und beschleunigte sein Fahrzeug bis auf etwa 200 km/h. Nach kurzer Fahrtstrecke prallte dieser jedoch auf der linken Fahrspur auf das Heck eines Audi A 6 aus dem Regierungsbezirk Oberfranken, in dem sich ein junges Pärchen befand. Beide Fahrzeuge kamen nach dem Anstoß auf dem Standstreifen zum Stehen.

 

Während der Personalienfeststellung wurde beim 56-jährigen Unfallverursacher Alkoholgeruch festgestellt. Ein Alkotest an der Unfallstelle erbrachte einen Wert über 1,4 Promille. Nachdem während der Personalienfeststellung der Mercedesfahrers urplötzlich nach einem der beiden Beamten schlug, wurde musste dieser gefesselt werden. Der Beamte erlitt hierbei leichte Kratzwunden sowie eine Prellung am Schienbein.

 

Während der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Mercedesfahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Diese war im bereits vor vier Jahren entzogen worden. Da er zudem angab, in Bälde nach Russland auszuwandern, ordnete die Staatsanwaltschaft die Hinterlegung einer vierstelligen Sicherheitsleistung an. Die beiden Insassen im Audi erlitten durch den Aufprall leichte Verletzungen, der Sachschaden wird auf cirka 10.000 Euro geschätzt.

Autor: pm / uh