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12.12.2012 Regensburg/Trento

Über 20.000 Lkw im Jahr:

"Rollende Landstraße" – vom Bayernhafen in Regensburg bis nach Trento

Bayernhafen "Rollende Landstraße"
Foto: Bayernhafen
Die „Rollende Landstraße“ (RoLa) vom Bayernhafen Regensburg über den Brenner nach Trento ist gesichert.

Nach dem Aus durch den bisherigen Betreiber Ökombi gelang es Bayernhafen im Teamwork mit dem Terminalbetreiber in Trento, Interbrennero, der Trenitalia, dem Unternehmen Trasposervizi und dem privaten deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen Lokomotion, die Zukunft der Rollenden Landstraße zu sichern. Seit 8. Dezember bringt der Zug wieder täglich Lkw über den Brenner.

 

Die "Rollende Landstraße" brachte 2011 insgesamt 27.433 Lkw vom Bayernhafen Regensburg auf der Schiene über den Brenner. Anfang Dezember 2012 stellte der bisherige Betreiber Ökombi den Betrieb ein. Offensichtlich waren Restrukturierungsgründe für diesen Entschluss der ÖBB-Tochter verantwortlich. Jetzt rollt die alpenquerende RoLa wieder – und das in deutsch-italienischer Teamwork: Trenitalia, eine 100-przentige Tochtergesellschaft der Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato, organisiert den Zug und fährt ihn von Trento bis zum Brenner. Von dort bis zum Bayernhafen Regensburg übernimmt die Deutsche Bahn, die als Subunternehmer die Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion mbH beauftragt hat, ein privates Eisenbahnverkehrsunternehmen, an dem DB Schenker Rail mit 30 Prozent beteiligt ist. Trasposervizi schließlich verkauft die RoLa-Dienstleistung an Speditionen. Mit an Bord sind natürlich auch die beiden Terminalbetreiber Interbrennero in Trento und Bayernhafen in Regensburg. Geplant ist, dass die RoLa zukünftig auch über bayernhafen gebucht werden kann. Durch das Engagement dieses Teams fahren weiterhin jährlich über 20.000 Lkw auf der Schiene statt auf der Straße.

 

"Die alpenquerende RoLa ist ein wertvoller Beitrag dazu, Verkehre von der Straße auf die Schiene zu verlagern," sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen-Gruppe. "Wir haben daher zusammen mit unseren italienischen und deutschen Partnern alles darangesetzt, um eine möglichst lückenlose Fortsetzung der Rollenden Landstraße zu erreichen. Die Verlagerung von Teilen des Lkw-Verkehrs auf die Schiene ist ökologisch sinnvoll. Es freut uns, dass wir ein neues, kompetentes Team gefunden haben, das diese Verlagerung auch ökonomisch möglich macht. Als Standort-Architekt und Moderator von Logistiklösungen sehen wir unsere Aufgabe auch darin, effiziente Verkehrsverbindungen zu schaffen. Davon profitieren die verladende Industrie und alle Beteiligten der logistischen Kette."

Autor: pm / uh