Playboy: Sie tragen den Titel „Miss World“. Stimmt es, dass es hinter der Bühne bei den Wahlen eher rau zugeht?
Davison: Natürlich ist man bei so einer Veranstaltung nicht, um Freunde zu finden. Trotzdem waren alle freundlich zueinander. Bis zu meinem Sieg. Von da an hat niemand mehr mit mir gesprochen.
Playboy: Das Playboy-Team war hoffentlich netter?
Davison: Es war wundervoll. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Es hätte auch keinen besseren Ort dafür geben können als Mauritius. Seit 19 Jahren verbringe ich mit meiner Familie dort die Wochen über Weihnachten.
Playboy: Kann man einer ehemaligen „Miss World“ eigentlich noch ein Kompliment machen?
Davison: Ehrlich gesagt, bekomme ich leider kaum Komplimente. In Irland sind die Männer etwas schüchterner. Aber wenn sich mal einer traut, dann ist das natürlich wundervoll. Allerdings habe ich einen Freund.
Playboy: Auf welches Kompliment können Sie verzichten?
Davison: Ich mag es nicht, wenn Männer denken, es sei lustig, mir „Lady In Red“ vorzusingen.
Playboy: Wie finden Sie deutsche Männer?
Davison: Ihr seid immer sehr freundlich und auch sehr respektvoll. Ich fühle mich wohl bei euch.
Playboy: Dann sollten Sie mal aufs Oktoberfest gehen, da kann man uns auch übermütig erleben . . .
Davison: Ich war letztes Jahr im Hippodrom-Zelt. Es war so lustig! Aber ich muss zugeben, statt Bier habe ich Champagner getrunken. Und ein Bier mit Limo drin – wie hieß das noch gleich? Radler?
Playboy: Wie finden Sie denn Burschen in Lederhosen?
Davison: Ziemlich sexy. So eine Tracht ist eine tolle Art, die Tradition zu feiern.
Playboy: Wir dachten schon, Sie mögen vielleicht keine Männer. Sie waren ja mal auf einem Mädchengymnasium.
Davison: Die Geschlechterteilung hat bei der Schulwahl keine Rolle gespielt. Aber als ich dann dort war, fand ich, dass die Mädchen viel aufmerksamer im Unterricht waren, und ich musste mir keine Gedanken machen, wie ich morgens aussehe.
Playboy: Was sind Ihre nächsten Pläne?
Davison: Im September fängt mein letztes Semester in Ernährungswissenschaft an. Ich brauche schließlich einen Plan für die Zeit, wenn niemand mehr meine Fotos sehen möchte.



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