12.10.2017 Passau

Verhandlungen an Land- und Amtsgericht

Vergewaltigungsprozess vertagt+++Hund zu Tode geschleift: Urteil rechtskräftig!

Gericht Richter
Foto: 123rf.com
Mittwoch dieser Woche waren zwei aufsehenerregende Verhandlungen angesetzt, beide mit schnellem Ende.

Mittwoch dieser Woche waren zwei aufsehenerregende Verhandlungen angesetzt.
Zum einen am Landgericht die Berufungsverhandlung zum Fall eines mit dem Auto zu Tode geschleiften Hundes: Der Vorfall ereignete sich im September 2015 bei Waldkirchen (PaWo berichtete): Ein Schäferhund-Mischling war offensichtlich vom Halter mit einem Befestigungsgurt hinter dem Auto hergeschleift worden.
Das eigene Herrchen, einschlägig vorbestraft, habe den tödlich verletzten Schäferhund einfach im Straßengraben liegen gelassen – teils hätten die blanken Knochen hervorgeragt, Fell war abgeschürft, eine offene Wunde klaffte im Kopfbereich!
Vom Amtsgericht Freyung wurde der Mann im April 2016 zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt, zudem zu einer Zahlung von 2000 Euro an einen Tierschutzverein, es wurde auch ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen.
Sowohl der 56-Jährige aus dem Landkreis Freyung-Grafenau als auch der Staatsanwalt waren mit diesem Urteil nicht einverstanden. Letzterer hatte sogar 14 Monate ohne Bewährung gefordert!
So kam es zu einer Berufungsverhandlung, die auf drei Termine angesetzt war – da die komplette Hauptverhandlung wiederholt werden hätte müssen.
Doch dazu kam es nicht, wie das Landgericht bestätigt: „Der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft haben ihre jeweiligen Berufungen zurückgenommen. Damit ist das Urteil des Amtsgerichts Freyung rechtskräftig.“
 
Sex-Prozess vertagt!
 
Ebenfalls am Mittwoch stand am Amtsgericht Passau ein 61-jähriger Masseur aus dem Bäderdreieck wegen Vergewaltigung vor einem Schöffengericht.
Der US-Amerikaner soll eine 40-Jährige, die bäuchlings nur mit einer Bikinihose bekleidet vor ihm auf der Liege lag, an den Beinen gepackt, halb von der Liege gezogen und dann seinen erigierten Penis in die Vagina der Frau eingeführt haben. Diese konnte sich befreien und zu ihrem Mann aufs Hotelzimmer flüchten.
Die Verhandlung wurde vertagt, da die Frau nur Spanisch spricht und der beauftragte Dolmetscherdienst aus Regensburg den Termin verschusselt hatte.
Die geladenen Zeugen wurden deshalb wieder heimgeschickt. Ein neuer Verhandlungstermin wird festgesetzt.
 
Mehr in der nächsten Ausgabe der Passauer Woche (18. Oktober).
Autor: Fritz Greiler