25.01.2012 Passau/Venedig
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Passauer auf Ballonfahrt über die Alpen:

Mit dem Wind nach Venedig!

Ballon-Pilot Michael Neukirchinger bei Alpenüberquerung
Vom Wilden Kaiser bis zu den drei Zinnen: spektakuläre Ausblicke in 5000 Meter Höhe.

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Mit dem Wind nach Venedig in fünf Stunden und sieben Minuten – diese atemberaubende Ballonfahrt erlebten kürzlich sechs Pärchen bei ihrer Alpenüberquerung im Passauer Bayernhimmel-Ballon. In 5000 Metern Höhe boten sich den Passagieren spektakuläre Ausblicke. Eine Fahrt, die sie nie mehr vergessen werden.


Möglich gemacht haben dies Bayernhimmel-Ballonpilot Michael Neukirchinger – und Petrus! Denn zweiterer sorgte an dem Wochenende für genau die richtige Wetterlage, die eine Alpenüberquerung im Heißluftballon erst möglich macht: Tief geht, Hoch kommt – da kann der Ballon auf dem Jetstream reiten! Für die Ballonfahrer bedeutete dies: freie Bahn nach Süden mitten durch den strahlend blauen Himmel!


Neukirchinger organisierte von 7. bis 14. Januar in Hinterthal (Salzburger Land) mit tatkräftiger Unterstützung des ortsansässigen Hotels Urslauer Hof von Familie Willi Kraker und der Pension Monika und Sepp Pagella ein Ballon-Treffen. Strahlewetter sorgte schon hier für traumhafte Alpenfahrten inmitten der Bergwelt des Steinernen Meers und des mächtigen Hochkönigs. Die spontane Nachricht von der günstigen Wetterlage für eine Alpenüberquerung kam da gerade recht.


Ballonführer Neukirchinger und seine Passagiere Claudia und Harald Hilbig aus Altenmünster, Elfriede und Horst Lepschi aus Leonding und die Passauer Maria und Hermann Klinger packten die Gelegenheit beim Schopf. Gestartet wurde in Brannenburg am Eingang zum österreichischen Inntal. Und übers Kaisergebirge hinweg ging es 235 Kilometer weit nach Italien. Vor allem für die beiden Passauer ein ganz besonderes Erlebnis: für Hermann Klinger, weil er als Bauhofsleiter mal die Schneemassen unter ihm auf den Eisfeldern von Großvenediger bis Großglockner ganz entspannt genießen konnte, anstatt zu Hause wegräumen zu müssen. Und für Maria Klinger, weil sie als 1. Vorstand der Rieser Feuerwehr das heiße Feuer aus den Gasbrennern auf der Haut spürte, ohne dabei Sorgen haben zu müssen. 12000 PS Brennerleistung sind nötig, um die 9000 Quadratmeter große Ballonhülle auf Temperatur zu halten, um sicher in der Luft zu bleiben.


Mit 100 Stundenkilometern glitt der Ballon still über die grandiose Kulisse des Alpenzentrums – und die entfachte bei den Passagieren einen Wahnsinn der Gefühle: Wilder Kaiser und Karwendel, Zillertaler Alpen, die Giganten Großglockner (3798 Meter) und Großvenediger (3656) mit ihrem ewigen Eis im Blick, die Krimmler Wasserfälle in ihrer winterlichen Schönheit unter ihnen und dann das Pustertal in den Dolomiten mit ihrem Wahrzeichen, den drei Zinnen voran – soviel Alpen auf einmal erlebt man nur auf diese Weise!


Der Wind passte exakt und Michael Neukirchinger wäre gerne direkt am Markusplatz in Venedig gelandet. Möglich wäre es gewesen, aber dann landete der Passauer Bayernhimmel-Ballon doch lieber noch am Festland, statt in der Lagune. Im Örtchen Trebaseleghe ging der Ballon sanft nieder. Und dort gab es bereits ein großes Hallo, die Ballonfahrer wurden auf italienische Art mit einem lecker pudergezuckerten Panettone begrüßt – und mit typischer Gastfreundschaft gleich mal zu Espresso bzw. Vino eingeladen. Traumhafter Abschluss einen wirklich traumhaften Tages!
Übrigens: Während der Winterzeit veranstaltet Michael Neukirchinger von „Bayernhimmel” regelmäßig Alpenfahrten in Maria Alm und Hinterthal. Und wenn das Wetter passt, werden spontan Alpenüberquerungen organisiert.

 

Wer Interesse hat, Infos unter der Tel. 0851/34600.



Autor: Stefan Brandl

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