09.08.2017 Neuhaus am Inn

Verwirrspiel bei der Telekom:

Nun droht Martina das Existenz-Aus!

Martina Ekofo-Mpete ist verärgert: Seit zehn Wochen ist die Leitung tot und keiner will sich kümmern.
Foto: Fuller
Zehn Wochen ohne Internet und Telefon und das im Funkloch.

Mit einem Gewitter Mitte Mai fing alles an. „Als ich am Morgen nach dem Gewitter meine Praxis aufgesperrt und meinen PC angemacht habe, hatte ich keine Internetverbindung mehr und das Telefon war tot“, erzählt Martina Ekofo-Mpete verzweifelt. Natürlich erkundigte sich die Physiotherapeutin bei der Telekom, was genau das Problem ist, um dies ihren Patienten zuliebe schnell und reibungslos beheben zu lassen. „Ich führe eine kleine Praxis für Heilkunde und Physiotherapie in Mittich und bin auf mein Internet und vor allem mein Telefon angewiesen, um Termine zu vergeben oder E-Mails zu beantworten.“


„Mein Ruf wird total geschädigt!“


Denn auch via Handy ist Martina nicht zu erreichen, da in ihrer Praxis in Mittich ein Funkloch ist. Kein Netz mit ihrem Smartphone im und vorm ganzen Haus. „Manche Kunden beschweren sich schon bei mir, dass sie mich nicht erreichen und fragen, ob ich überhaupt noch offen habe, da sie mich nicht erreichen können“, schildert Ekofo-Mpete. Ein einziges Mal kam bisher ein Techniker persönlich vorbei, steckte zwei Kabel um und dann lief das Internet wieder – aber nur für zwei Stunden und dann war das Signal wieder weg. Und das war am 6. Juni. Etliche Male wurde ihr seither ein weiterer Techniker versprochen, der sich um das Problem kümmern sollte. Vergebens. Niemand kam mehr. Stattdessen fand sie einige Male ein Schreiben in ihrem Briefkasten, dass sie entweder die Unterschrift verweigert hätte oder gar nicht erst da gewesen wäre. „Ich kann sogar nachweisen, dass ich zu den Zeiten in der Praxis war und habe meine Kunden als Zeugen“, so die Geschädigte.


Keine E-Mails mehr, keine Faxe, kein Internet und auch kein Telefon, sodass Neukunden sowieso ganz ausbleiben. Dass sich das langsam aber sicher auch finanziell bei der selbstständigen Heilpraktikerin bemerkbar macht, ist kein Geheimnis: „Natürlich fürchte ich um meine Existenz, die Leute reden schon, was denn los sei bei mir und neue Kunden können mich sowieso nicht erreichen und suchen sich bei anderen Heilpraktikern einen Termin“, so Martina Ekofo-Mpete.


Nach zahlreichen Versuchen bei zig verschiedenen Telekom-Mitarbeitern in den bekannten Ewigkeits-Warteschleifen ist zehn Wochen nach dem Problem immer noch nichts geschehen. „2013 war ich schon von Hochwasser betroffen und habe alles verloren. Nun habe ich seit zwei Jahren wieder alles mühselig aufgebaut und jetzt denken Kunden schon wieder, dass ich am Aufhören bin. Das schädigt natürlich meinem Ruf.“


Nun liegt der Fall beim Verbraucherschutz


Letzte Woche meldete sie nun auch dem Verbraucherschutz ihren Fall, da einfach nichts passiert. Alle Versuche, die Sache mit der Telekom zu lösen, waren vergebens und ohne Erfolg, nicht einmal einen Rückruf bekam die Blondine in den meisten Fällen und wird immer nur wieder auf’s Neue auf neue Termine mit Technikern vertröstet, die nicht kommen.


Auf Nachfrage der Redaktion bekamen wir bei der Telekom folgendes Statement: „Wir bedauern den Fall von Frau Ekofo-Mpete natürlich sehr und natürlich ist das absolut nicht okay, dass sie nach so vielen Wochen noch ohne Lösung in ihrer Praxis ist. Der Fall liegt bereits den Kollegen beim Vorstand vor. Ich kann jedoch keine Auskunft erteilen, was nun schon initiiert wurde, da ich in dem Fall nicht involviert bin“, so eine Mitarbeiterin im Kundenservice der Telekom.

Autor: Elisabeth Fuller

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