15.02.2017 Bayern / Passau

Schadstoffbelastung durch Feinstaub

MdL Steinberger: Schleichende Vergiftung durch Autoabgase

MdL Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen.
Foto: Grüne-Fraktion Bayern
Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen, äußert sich zum Thema Schadstoffbelastung durch Feinstaub. In Passau wurden kürzlich erhöhte Schadstoffwerte gemessen.

„Frei durchatmen können ohne Sorge um sich leise einschleichende, tödliche Krankheiten. Für saubere Luft statt Herz-Kreislauferkrankungen fördernden Feinstaub und Abgasen in Passau“ … an diesem Wunsch muss nach den vom VCD Passau aktuell durchgeführten Messungen äußerst konsequent von den Verantwortlichen gearbeitet werden, so die Landtagsabgeordnete der Grünen, Rosi Steinberger. Die Landtags-Grünen beantragten zu diesem Thema eine Aktuelle Stunde im Bayer. Landtag.

 

Das Thema ist hochaktuell, denn im Augenblick findet am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eine Verhandlung über Maßnahmen zur Luftreinhaltung und Diesel-Fahrverbote in der Landeshauptstadt München statt. Geklagt hatte hier die Deutsche Umwelthilfe aufgrund der anhaltend hohen Konzentration des ätzend wirkenden Diesel-Abgasgifts Stickstoffdioxid in der Stadt. In anderen bayerischen Städten dürfte das nicht anders sein: die Werte in der Passauer Innenstadt liegen erheblich höher, als gesetzliche Grenzwerte fordern. Die vom Gesetzgeber eingeräumten „Belastungskontingente/Jahr“ sind schon vor dem anstehenden Frühjahr weitestgehend ausgefüllt – wie wird dann erst nach dem Silvesterfeuerwerk die Bilanz aussehen?

 

So lag der aktuell im Passauer Stadtzentrum vom VCD gemessene Spitzenwert vergangenen Freitag 100 Mikrogramm. Geduldet werden 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid gemittelt über das ganze Jahr… „In Deutschland sterben jährlich doppelt so viele Menschen an Abgasen aus unseren Fahrzeugen als bei Unfällen auf unseren Straßen“, unterstreicht Rosi Steinberger die Brisanz des Themas. „Das sind alarmierende Zahlen und es wird höchste Zeit, dass auch bei der CSU die Alarmglocken angehen!“

Autor: pm
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