17.02.2017 Passau

Mehr als 250 Teilnehmer aus Niederbayern mit dabei

Jugend forscht: 32. Regionalwettbewerb in Passau

Sie freuen sich auf einen spannenden Regionalwettbewerb von »Jugend forscht« in Passau: v.l. ZF Standort- und Divisionsleiter Dr. Klaus Geißdörfer; Wettbewerbsleiter Dr. Andreas Kämmerer; Dr. Alexander Wisspeintner, Micro-Epsilon Messtechnik Gottfried Weindler, Stadtwerke Passau; ZF Ausbildungsleiter Roland Biebl und ZF Kommunikationsleiter Gernot Hein.
Foto: Professor Dr. Florian Kraus
Das ist einer der wichtigsten Termine für junge Tüftler in unserer Region: Der niederbayerische Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ am 9. und 10. März.

Hier treffen sie sich zum 32. Mal im Foyer des Audimax der Universität Passau. 255 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schulen und Ausbildungsbetrieben aus ganz Niederbayern haben sich angemeldet und präsentieren hier in 125 Projekten ihre Arbeiten. Paten des Wettbewerbs sind ZF, die Stadtwerke Passau und Micro-Epsilon aus Ortenburg.

 

Die Beteiligung an „Jugend forscht“, dem größten europäischen Nachwuchswettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik, ist nach wie vor groß: Bundesweit haben sich 2017 rund 12.000 junge Forscher angemeldet. Das sind die zweithöchsten Anmeldezahlen in der 52-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. „Ein Beleg dafür, dass Forschung und Technik wieder stärker im Fokus junger Menschen stehen“, sagt Roland Biebl, Ausbildungsleiter des Patenunternehmens ZF am Standort Passau.

 

Der Wettbewerb steht heuer unter dem Motto „Zukunft – ich gestalte sie!“. In bundesweit 84 Regionalwettbewerben, darunter Passau, werden die besten Jungforscher prämiert, die sich dann für die jeweiligen Landeswettbewerbe qualifizieren. Die Sieger dieser Wettbewerbe steigen in das Bundesfinale auf, das Ende Mai in Erlangen stattfinden wird.

 

„Die Ideenvielfalt und das intellektuelle Potenzial unserer Jugendlichen überraschen mich jedes Jahr aufs Neue. Auch heuer wird es beim Passauer Regionalentscheid wieder erstaunliche Projekte geben“, kündigt Dr. Andreas Kämmerer, Wettbewerbsleiter und Studiendirektor am Gymnasium Waldkirchen, an.

 

„Die Projekte reichen vom Rasenmäher mit Kantenschnittfunktion über mögliche Alternativen zur Bekämpfung der Varroa-Milbe, Auswirkungen des Klimawandels auf heimische Baumarten, die Analyse der Hochwasserkatastrophe in Simbach am Inn und künstliche neuronale Netze bis hin zur Entwicklung einer Baumstammlängenmessanlage für kleinere Sägewerksbetriebe. Wir dürfen gespannt sein, welche Arbeiten die jeweiligen Fachjuroren zu überzeugen vermögen.“

 

Die Arbeiten der Schüler und Jugendlichen werden von einer fachkundigen Jury bewertet. Diese setzt sich aus Vertretern von Wirtschaft, Hochschulen sowie Lehrkräften verschiedener Schularten zusammen. Nach der Bewertung der Projekte können sich Besucher am Freitag, 10. März, von 14.00 bis 15.30 Uhr im Audimax-Gebäude der Universität Passau ein Bild von den Ergebnissen machen. Im Anschluss daran werden die Sieger gekürt. Auch in diesem Jahr stehen für die Gewinner attraktive Sonderpreise, u. a. in Form spezieller Industriepraktika, bereit. Letztere ermöglichen einen vertieften Einblick in die industrielle Forschung und Entwicklung und sind daher bei den Teilnehmern sehr begehrt.

 

Prämiert werden aber nicht nur die jungen Wissenschaftler, sondern auch deren Schulen. Dank des großzügigen Sponsorings heimischer Wirtschaftsunternehmen werden in Passau auch jene Schulen mit einem Geldpreis bedacht, die sich besonders erfolgreich am Wettbewerb beteiligen.

 

Die feierliche öffentlich zugängliche Siegerehrung mit musikalischer Umrahmung beginnt am Freitag, 10. März, um 16 Uhr im Großen Hörsaal der Universität Passau. Im Rahmen dieses Festaktes hält Professor Dr. Florian Kraus, Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische Chemie mit Ausrichtung Fluorchemie der Universität Marburg den Festvortrag zum Thema "Von Wölsendorfer Stinkspat, Fluor und Uran". Inhalt seines Vortrages ist eine spezielle Entdeckung mit der er einen 200 Jahre währenden Streit in der Naturwissenschaft um die mögliche Existenz von elementarem Fluor in der Natur beendete. In dem als "Stinkspat" bekannten Mineral aus dem oberpfälzischen Wölsendorf fand er das reaktivste Element des Universums.

 

Professor Dr. Florian Kraus ist gebürtiger Passauer und mit zahlreichen Auszeichnungen prämierter Wissenschaftler. Zum Wettbewerb Jugend forscht hat er eine besondere Beziehung: Im Jahr 1997 wurde er selbst niederbayerischer Jugend-forscht-Regionalsieger.

 

ZF und die Jugend

Der ZF Friedrichshafen AG liegt viel an der Förderung technisch interessierter und ideenreicher Nachwuchsforscher in der Region. „Diese Kinder und Jugendlichen sind schließlich die Spezialisten und Facharbeiter von morgen“, erklärt Gernot Hein, Pressesprecher von ZF in Passau. „Darum fördern wir den Regionalwettbewerb von Jugend forscht. Als größter Arbeitgeber der Region und als Technologieführer in vielen verschiedenen Bereichen sind hochqualifizierte Fachkräfte und gute Ideen bei uns immer willkommen.“

Autor: pm/jg

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