16.11.2010 Passau / München

Prüfungsverfahren läuft bereits

Frankenberger für bayerischen Verdienstorden vorgeschlagen

Sebastian Frankenberger
Foto: Martin Reitmeier
Am Sonntagabend, einen Tag nach der Wahl zum Bundesvorsitzenden der ödp in Regensburg, zog es Sebastian Frankenberger zur Walhalla. Er wolle das Erlebte reflektieren, sagte er. Ein Einzug in die Walhalla-Ruhmeshalle neben Größen wie Goethe oder Einstein dürfte zwar relativ unwahrscheinlich für den Passauer sein. Zumindest ist Frankenberger jetzt tatsächlich ein Anwärter auf die höchste bayerische Auszeichnung, dem bayerischen Verdienstorden, der auf 2000 lebende Preisträger beschränkt ist. Das Prüfungsverfahren wurde bereits eingeleitet.

Der Vorschlag kam aus dem Chiemgau von einer politisch engagierten Familie, die für das Nichtraucherschutz-Volksbegehren kämpfte und bereits im Sommer einen Brief an Ministerpräsident Seehofer schrieb. Darin steht über Frankenberger: „Wir können bestätigen, dass sein unverfälschter geradliniger Charakter und seine Bereitschaft, sich mit seiner ganzen Kraft dem Wohle Bayerns zu widmen, einen starken Eindruck auf uns und viele Hunderttausend Bayern gemacht hat. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass der Volksentscheid für einen besseren Nichtraucherschutz am 4. Juli 2010 gelungen ist. Damit hat er, der junge Passauer Stadtrat, für die Gesundheit der Bayern samt ihrer nachfolgenden Generationen erheblich mehr geleistet als die Landes- und Bundespolitik seit der Aufweichung des Nichtraucherschutzes in Bayern. Wir sind überzeugt, dass Herr Sebastian Frankenberger ein würdiger Preisträger wäre und hoffen deshalb sehr auf einen positiven Bescheid.”

 


Im Antwortschreiben der Bayerischen Staatskanzlei bezüglich „Ordensauszeichnung; Herrn Sebastian Frankenberger” bestätigt der zuständige Ministerialrat, dass er das vorgeschriebene Prüfungsverfahren eingeleitet habe. Bis zur abschließenden Beurteilung kann es noch dauern, „weil zahlreiche Stellen einzuschalten sind, um eine breite Informationsbasis für die Entscheidung zu gewinnen”, heißt es in dem Brief.

 


Frankenberger zeigt sich von den Nominierung geehrt, betont aber auch: „Wenn es tatsächlich zu einer Auszeichung kommen sollte, dann ist diese Ehrung auch für all jene, die beim Volksbegehren mitgeholfen und somit auch Menschenleben gerettet haben.”
Sebastian Frankenberger als Träger des Bayerischen Verdienstordens? Das hört sich zunächst abwegig an. Andererseits: Wer hätte vor einem Jahr einen Pfifferling darauf gewettet, dass der Passauer mit dem Nichtraucher-Volksentscheid Bayern erbeben lässt und wenig später sogar zum bundesweiten ödp-Chef gekürt wird?

 

Lesen Sie hier auch den Kommentar dazu im PaWo-Blog! 

Autor: Martin Reitmeier

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