09.08.2017 Haidmühle

Rettungs-Quad aus Garage geklaut

Dreistes Gesindel: Fahrzeug der Bergwacht gestohlen!

Dieses ATV der Bergwacht Passau-Haidmühle wurde aus der Garage gestohlen. Die Blaulichtanlage wurde abmontiert.
Foto: Bergwacht Passau-Haidmühle
Das ATV der Bergwacht Passau-Haidmühle wurde aus der Garage gestohlen. Die Blaulichtanlage wurde abmontiert.

„Ich wünsche euch jedwede x-beliebige Notlage – die Bergrettung wird erfreut sein, euch die Leviten zu lesen!“ Diesen und viele weitere erboste Kommentare konnte man im Netz lesen, nach dem Diebstahl des Einsatzfahrzeugs der Bergwacht Passau-Haidmühle.


„Wir können es kaum glauben“, meinte Pressesprecher Stefan Berger zum dreist-dummen Diebstahl eines knallgelben „all-terrain-vehicles“ (ATV), allgemein auch „Quad“ genannt, das zum letzen Mal am „Tag des Sports“ (22. Juli) zum „Einsatz“ gekommen ist. „Wir hatten es in der Bergrettungsgarage am Fuße des Dreisessels deponiert. Als wir letzte Woche zur Garage am Skiliftparkplatz bei der Dreisesselalm gekommen sind, war das Rolltor ausgehebelt und das Rettungs-Quad verschwunden. Sogar die Winterketten haben sie mitgenommen. Die Sondersignalanlage haben die Diebe dagegen abmontiert und in der Garage gelassen. Somit ist das Einsatzfahrzeug leider nicht mehr gleich als solches zu erkennen.“


Seit sechs Jahren ist das ATV im Einsatz für die Bergwacht Haidmühle, die bisher etwa 30 Menschen damit aus Notlagen retten konnte. Vor allem beim Wandern und Skifahren passieren viele Unfälle.


Nun steht die Bergrettung Haidmühle vor einem Problem: „Wenn das Einsatzfahrzeug nicht mehr auftaucht, haben wir ganz einfach keins mehr“, ärgert sich Berger. „Das Fahrzeug fehlt aktuell in den Rettungseinsätzen. Und wir sind auf Spenden angewiesen, um wieder ein Fahrzeug beschaffen zu können, weil die Versicherung nur den Zeitwert bezahlt. Die Bergwacht Haidmühle hat gegen die Diebe Anzeige erstattet. Trotzdem appelliert Stefan Berger an die Menschlichkeit: „Bitte bringt das ATV wieder zurück. Ihr schadet damit nicht nur der Bergwacht, sondern auch unschuldigen Menschen, die vielleicht nicht rechtzeitig aus einer Notlage gerettet werden können. Auch euren Verwandten oder Freunden könnte etwas passieren!“

Autor: tat

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: