12.10.2017 Ortenburg

Ein Beispiel für moderne Landwirtschaft

CeresAward in Berlin: Georg Mayerhofer aus Ortenburg ist Landwirt des Jahres 2017

Georg Mayerhofer ist Landwirt des Jahres 2017.
Foto: Philipp Ledényi
Georg Mayerhofer (36), Landwirt aus Ortenburg (Niederbayern), ist Landwirt des Jahres 2017 und gleichzeitig Sieger in der Kategorie „Ackerbauer“. Der bedeutendste Award für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum, der CeresAward, wurde am 11. Oktober im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin übergeben.

Das Urteil der Jury fiel einstimmig. „Für den Sieger ist das Landwirtsein nicht Beruf, sondern leidenschaftliche Berufung. Er hat keine Scheu, neue Verfahren in der Landwirtschaft anzuwenden. Im Gegenteil, er versucht sie noch zu optimieren. Er brennt nicht nur für seinen Beruf, sondern geht mit den landwirtschaftlichen Themen offensiv an die Öffentlichkeit. Er ist ein Leuchtturm, an dem sich viele ein Beispiel nehmen können“, lobte die Jury des CeresAward den diesjährigen Gesamtsieger und damit Landwirt des Jahres 2017, der außerdem den Sieg in der Kategorie Ackerbauer mit nach Hause nehmen durfte.


Georg Mayerhofer
Bild(er) ansehen
Der 36-jährige Georg Mayerhofer aus dem niederbayerischen Ortenburg nahe Passau ackert auf rund 245 Hektar. Er baut Weizen, Gerste, Winterraps, Zuckerrüben und Silomais an und hat zudem 15 Hektar Grünland. Das, was den erfinderischen Diplom-Agraringenieur dabei am meisten antreibt, ist die Pflege eines idealen fruchtbaren Bodens. Mit einer vielseitigen Fruchtfolge zielt er darauf ab, wertvollen Boden zu schonen und Erosion zu vermeiden - nachhaltig und ressourcenschonend. So kooperiert Mayerhofer im bayernweiten Netzwerk „Demonstrationsbetriebe“ und hat Einiges vorzuweisen für erfolgreichen Gewässer-, Boden- und Klimaschutz. Blühstreifen legt Mayerhofer an fast allen Maisflächen an. Auf erosionsgefährdeten Flächen stehen zudem Winterbegrünung, Streifen-, Mulch - und zum Teil auch Direktsaat - immer quer zum Hang- auf dem Plan. Zusammen mit der Auswahl gesunder Sorten und angepasster Düngung führt das zu oft überdurchschnittlichen Erträgen.


Beim Anbau seines Silomaises nutzt Georg Mayerhofer das noch relativ neue Strip-till-Verfahren. Dies bezeichnet eine Saatmethode, bei der lediglich ein schmaler Bodenstreifen um das Säschar gelockert wird und große Flächen des Bodens unberührt bleiben. Das schützt den Boden vor Erosion.


Georg Mayerhofer
Bild(er) ansehen
Doch es wäre nicht Georg Mayerhofer, wenn er dieses Verfahren nicht noch ausbauen würde. Er kombiniert das Strip-till-Verfahren mit einer Gülleverschlauchung, mit der er Schweinegülle und Gärreste bodenschonend ausbringt. „Seine moderne, selbst umgebaute Gerätetechnik, die Strip-till und Gülleverschlauchung kombiniert, sucht ihresgleichen: Sie zeugt von hoher Verantwortung und Kompetenz“, bringt es Juror Daniel Brandt von Horsch Maschinen GmbH auf den Punkt.


Georg Mayerhofer mit Familie.
Bild(er) ansehen
Neben dem klassischen Ackerbau betreibt das traditionsreiche Familienunternehmen eine Schweinemast mit 1.450 Mastschweinen und eine 600-kW-Biogasanlage. Auch hier fällt auf, dass Georg Mayerhofer offen für Neues ist. So nutzt der kreative Betriebsleiter die Abwärme unter anderem zum Trocknen von Bauholz. Außerdem experimentiert er mit der Durchwachsenen Silphie als „Futter“ für die Biogasanlage. Die aus Nordamerika stammende Energiepflanze wird bis zu 3,50 Meter hoch und bringt entscheidende Vorzüge mit. Zum einen benötigt sie fast keine Pflanzenschutzmittel und bedarf kaum Bodenbearbeitung. Zum anderen blüht sie von Juni bis September und bietet damit auch Bienen und Wildtieren einen Lebensraum. So freuen sich neben den Biogasanlagenbetreibern besonders auch die Imker, Jäger und Naturschutzverbände über das wachsende Interesse am Anbau der Pflanze.


Insgesamt ist der Betrieb vielseitig aufgestellt und kann Marktschwankungen ausgleichen. Nicht zuletzt liegen Mayerhofer Transparenz und Aufklärung besonders am Herzen. Auf seinem informativen und auch für Laien gut verständlichen Blog mayerhofer-agrar.com erfährt der Verbraucher viel über moderne Landwirtschaft.


Die Juroren in der Kategorie Ackerbauer waren: Andreas Lege, Verband der Landwirtschaftskammern, Karl Bockholt, agrarheute, sowie Daniel Brandt, Horsch Maschinen GmbH.


Die Juroren für den Gesamtsieg waren: Robert Bielesch, Deutz-Fahr, Josef Reiter, Deutz-Fahr, Michael Dörr, Landwirt des Jahres 2016 sowie Markus Pahlke und Dr. Uwe Steffin, agrarheute.


Ceres Award 2017 - Nacht der Landwirtschaft im Kosmos in Berlin am 11.10.2017
Bild(er) ansehen
Ceres Award 2017 - Nacht der Landwirtschaft im Kosmos in Berlin am 11.10.2017 Foto: BrauerPhotos / M.Nass fuer Deutscher Landwirtschaftsverlag (DLV)
Gekürt wurde Georg Mayerhofer im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ am 11. Oktober in Berlin. Die Preisverleihung ist ein Branchentreff ersten Rangs, zu der die Veranstalter mehr als 350 Gäste empfingen. Neben Bauernpräsident Joachim Rukwied und führenden Köpfen aus Handel und Industrie gab sich auch Bundesminister Christian Schmidt die Ehre.
 

Autor: Pressemitteilung

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort: