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25.05.2012 Passau

Gefährliche Ladung

Asbest-Transport bei Passau gestoppt


Bereits am Dienstag wurde bei einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Kontrollmaßnahme der Regierung von Niederbayern, mehrerer Niederbayerischer Polizeidienststellen, dem Zoll und dem österreichischem Lebensmittelministerium ein unvorschriftsmäßiger Asbest-Transport gestoppt. Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Fall führt derzeit die Kripo in Passau.

Der 40-Tonner wurde auf der Bundesautobahn A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt an einem Parkplatz zwischen Pocking und Passau-Süd gegen 15 Uhr nachmittags überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass das Fahrzeug alte Wellasbest-Dachplatten geladen hatte, von denen ein nicht unerheblicher Teil nicht den Vorschriften entsprechend transportiert wurde.

 

Teilweise lagen die Platten offen auf dem Lkw und waren durch die Erschütterungen des Transportes auch schon zerschlagen, wobei unter Umständen gefährlicher Asbestzement-Staub freigesetzt werden kann. Zudem waren die Platten in mehreren Schichten übereinander gelagert. Dem bosnisch-herzegowinischen, 54-jährigen Fahrer wurde die Weiterfahrt verboten und der Lkw sichergestellt.

 

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Passau musste der Mann eine vierstellige Sicherheitsleistung wegen diverser Verstöße hinterlegen und konnte dann wieder entlassen werden. Strafrechtlich wird gegen ihn unter anderem wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen ermittelt. 

 

Die Regierung von Niederbayern veranlasst die entsprechende gesicherte Umladung durch die betroffene Spedition. Der Transport lief genehmigt von Kroatien nach Sachsen zu einer Sondermülldeponie, für die Fahrt waren umfangreiche Sicherungsmaßnahmen der Ladung vorgeschrieben.