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17.10.2012 Österreich/Welt

Ballonfahrer Ivan Trifonov klagt an

Stratosphärensprung von Felix Baumgartner ein Plagiat?


Über 30 Prozent halten den Weltrekordsprung von Felix Baumgartner laut Promiflash als reinste Geldverschwendung. Aber es kommt noch schlimmer: Der Sprung könnte ein Plagiat sein.

Medienberichten zu Folge habe die Baumgartner-Aktion sogar 50 Millionen Euro gekostet und das Geld hätte man durchaus sinnvoller einsetzen können. Baumgartner sei nicht wirklich ein Held, sondern eher wohl auch ein „geltungssüchtiger Egoist”, der nur seinem Adrenalinrausch folge.

 

Jetzt meldet sich auch Weltrekord-Ballonfahrer Ivan Trifonov zu Wort: Der gebürtige Bulgare, der in Wien lebt, hatte einen großen Traum – den Aufstieg in die Stratosphäre mit anschließendem freien Fall, geplant vor über zehn Jahren. Mit wem hat er die Idee besprochen? genau, mit einem gewissen Felix Baumgartner.

 

In der Ballonfahrer-Szene ist Trifonov eine ganz Großer. Der gebürtige Bulgare, der in Wien lebt, bringt es gleich auf vier Einträge im Guinness-Buch der Rekorde. Als erster Mensch überquerte der heute 67-Jährige mit einem Heißluftballon das Mittelmeer. Er fuhr als erster im Ballon zum Nord- und zum Südpol. Und Trifonov war der erste Ballonfahrer, der über den Kreml und die Chinesische Mauer fuhr. 

 

Doch für die Umsetzung müssen Sponsoren her. Rund sieben Millionen Euro will Trifonov zusammenkriegen, auch bei Red Bull klopft er an. „Drei Mal habe ich dort angefragt”, erzählt er im «Kurier». Doch drei Mal erhält er eine Absage, das letzte Mal im Jahr 2002.

 

Als er das Projekt 2005 beerdigt, nimmt er Kontakt mit Felix Baumgartner auf. Einen Aktenordner voll mit Unterlagen nimmt er zum Treffen mit Baumgartner in Salzburg mit. «Felix war Feuer und Flamme. Er hat alle Berechnungen und Kontaktadressen kopiert.» Trifonov gibt ihm das Material unter der Bedingung, dass er bei einer Umsetzung als Berater mit an Bord ist. Er vertraut auf die Ehrlichkeit unter Sportlern, einen schriftlichen Vertrag gibt es nicht. «Das war ein Fehler», weiss Trifonov nun.

 

Aus den Medien muss er in der Folge erfahren, dass Baumgartner sein Vorhaben mit einem US-Team in die Tat umsetzen will. «Er sagte mir kalt, dass er mich nicht braucht. Das ist charakterlos.»Trotz dieser Erfolge lässt ein letzter Traum Trifonov nie los: Er will mit einem Ballon in die Stratosphäre aufsteigen, bis auf 50 000 Meter, und sich anschließend mit Schallgeschwindigkeit in die Tiefe stürzen. Sein Projekt schafft es vor zehn Jahren bereits in die Medien, es scheint ausgereift zu sein. Jahrelang tüftelt der Ballonfahrer gemeinsam mit russischen Kosmonauten an der „Mission Uranos”, wie er seinen Plan nennt.

 

Wie 20min.ch berichtet soll Red Bull bestätigt haben, dass es Kontakte mit Trifonov gegeben hat. Die Idee eines Absprungs im freien Fall aus der Stratosphäre sei über 50 Jahre alt, lässt der Energy-Drink-Hersteller verlauten. Im Laufe der Jahre hätten immer wieder Abenteurer vorgesprochen und ihre Projekte präsentiert, darunter auch Trifonov. Da sein Konzept nicht überzeugend gewirkt habe, sei es nicht weiterverfolgt worden.

Autor: wo/kp