31.01.2012 Kloster Au/Wasserburg
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Hubert Gassner verkauft jetzt Särge

Vom Gastwirt zum Sterbefallberater

Gassner
Foto: Huckemeyer
Die ungewöhnliche Karriere von Hubert Gassner aus Kloster Au am Inn

Im Sudhaus wird er nicht mehr stehen, diese Zeiten gehören endgültig der Vergangenheit an. Braumeister Hubert Gassner aus Kloster Au definiert sich völlig neu. Der 43-Jährige verließ Haus und Hof und arbeitet seit einigen Monaten als Sterbefall-Berater bei der Trauerhilfe Denk in Wasserburg. „Das ist meine Berufung, hier fühle ich mich sehr wohl”, betont Gassner.

 

Hubert Gassner
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Der einstige Braumeister erlitt vor eineinhalb Jahren einen Herzinfarkt. „Solche Schicksalsschläge bewirken ein Umdenken”, weiß der Kloster Auer nun aus leidvoller Erfahrung. Die Geschichte rund um seine Brauerei samt Bräustüberl liegt allerdings noch immer ungeklärt auf dem Tisch. „Es wird sich in den nächsten Wochen aber etwas tun”, verkündet Gassner. In seiner neuen beruflichen Aufgabe sieht der 43-Jährige seine Erfüllung. „Ich arbeite nebenbei noch als Kirchenorganist überall dort, wo man mich braucht”, freut sich der Sterbefall-Berater und stellt so seine innere Verbundenheit zu kirchlichen und pietätvollen Bereichen her. Hans-Robert Englert, Betriebsleiter bei Trauerhilfe Denk, lobt seinen freien Mitarbeiter. „Er ist engagiert und für unser Büro in Wasserburg ein echter Glücksfall”. Anfänglich war Gassner eigentlich nur als stundenweise Bürobesetzung eingeplant. Mittlerweile wurde die Stelle ausgebaut.

 

Anstatt Brotzeiten und Bier verkauft Hubert Gassner nun Särge und berät die Hinterbliebenen bei einem Trauerfall. Der ehemalige Wirt organisiert Bestattungen und kümmert sich auf Wunsch um die Gestaltung der Trauerfeier, um Todesanzeigen, Sterbebilder und vieles mehr. Ist Not am Mann, hilft der Kloster Auer auch schon mal mit, einen Sarg vom Leichenhaus hinaus zur offenen Grabstelle zu tragen. „Ich habe mit dem Thema Tod keine Berührungsprobleme”, sagt Gassner.



Autor: Huckemeyer
Kommentare
Kommentare ansehen 13.03.2012 10:34 | von: kos
Schlimm.....
wenn seine Kundschaften genauso schnell sterben wie sein Bier pfeilAntworten
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