19.09.2012 Niederbergkirchen/Köln/Paris

„Das ist der Wahnsinn!”

Eduard Sommer erobert die Photokina und Paris


Foto: Hutterer
Nierderbergkirchener Künstler stellt Werke in Sartrouville aus – sein Foto „Erdbeere trifft Eiswasser” wird derzeit auf der Photokina in Köln präsentiert

Große Freude herrscht momentan bei Eduard Sommer und zwar nicht nur, weil der Niederbergkirchener am vergangenen Samstag seinen 59. Geburtstag feiern durfte, sondern auch weil sich für ihn der Traum eines jeden Künstlers erfüllt: Eine Ausstellung seiner Werke in Sartrouville/Paris.

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Von 5. bis 14. Oktober werden „Der Schattensammler”, „Die dritte Herzkammer” und „Die Traumfabrik” – drei Bilder aus Sommers surrealen Traumwelten – nur 18 Kilometer Luftlinie vom Louvre entfernt ausgestellt. „Unser Vorsitzender Gernot Sorgner vom Kunstverein Inn-Salzach hat das erst möglich gemacht. Mit etwa einem Dutzend Mitglieder werden wir am 4, Oktober die Reise nach Paris antreten”, freut sich Eduard Sommer.

 

Sommers Foto feiert einen Erfolg nach dem anderen

 

Ein weiterer Grund zur Freude wurde dem Nierderbergkirchener zu seinem 59. Geburtstag beschert. Sein Foto „Erdbeere trifft Eiswasser” hat es nun sogar auf die renommierte Fotoausstellung „Photokina” in Köln geschafft, wo es aktuell (von 18. bis 23. September) zu bewundern ist. „Nachdem dieses Bild im Jahreswettbewerb und im Blende-Kalender 2012 gegen 64000 Mitbewerber bereits die höchsten Weihen erhalten hat, wird es nun sogar noch bei der bedeutendsten internationalen Ausstellung für Fotografie und Bildbearbeitung gezeigt”, strahlt ein sichtlich zufriedener Eduard Sommer.

 

Es gibt im breiten Spektrum des künstlerischen Schaffens fast nichts, was der Niederbergkirchener nicht schon mal angepackt hat. Derzeit bewegt sich Sommer hauptsächlich zwischen zwei Welten: Zum Einen in der Fotografie und Bildbearbeitung und zum Anderen in den Gemälden seiner surrealen Traumwelten. Beide Bereiche haben ihre unterschiedlichen Eigenheiten.

 

Fotografien zeigen den Moment des Geschehens, kein Davor und kein Danach. Besonders schöne Bilder sind vom Betrachter leicht zu erfassen. Vom Unterbewusstsein schnell klassifiziert, emotional aufgeladen und abgelegt, leider aber auch schnell vergessen.

 

Ungewöhnliche Fragen mit Bildern beantworten

 

In seinen Traumwelten malt Sommer Bilder nach Konzept. Dabei rollt er ungewöhnliche Themen auf, um diesen Gemälden eine Geschichte zu geben. Zum Beispiel: Wie sieht eine Traumfabrik aus, was macht ein Schattensammler, wie kann man ganze Berge versetzen oder was passiert mit Engeln, die einen Error haben? Die dazu passenden Antworten findet der Künstler auf surrealer Ebene.

 

„Es ist sehr spannend, diese Geschichten in Gemälden zu projizieren. Diese Bilder haben kein Jetzt, keinen Anfang und kein Ende. Sie sind zeitlos gültig, das Unterbewusstsein des Betrachters findet auch nicht die passenden Schubladen, um das Gesehene darin abzuspeichern. Somit lässt sich in den Gemälden immer wieder etwas Neues entdecken”, sagt Eduard Sommer.

Autor: Edi Hutterer