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16.06.2012 Mettenheim/München

Unangefochtener Masters-Sieg

ESB-LG Mettenheim-Team läuft unvorstellbare 333 Kilometer

ESB-LG Mettenheim-Team
Foto: LG Mettenheim
Das achtköpfige Team des LG Mettenheim holte sich beim 24 Stunden-Lauf unangefochten den Masters-Sieg

„Laufend neue Welt entdecken“ – mit diesem Slogan zog der Veranstalter beim 24-Stundenlauf im Olympiapark und durch die BMW-Welt auch ein achtköpfiges Laufteam des LG Mettenheim mit Unterstützung der Energie Südbayern GmbH (ESB) an den Start und in seinen Bann.

 

Ziel dieses einzigartigen und stimmungsvollen Breitensportevents ist es, in genau 24 Stunden möglichst viele der 3,1 Kilometer langen Laufrunden zu absolvieren, wobei sich von einem Team immer nur ein Läufer auf der Strecke vom Coubertinplatz um den Olympiasee, zwischen Fernsehturm und Sea-life, durch die imposante BMW-Welt und zurück zum Coubertinplatz befindet.

 

„Etwas Neues ausprobieren und an einem wirklich nicht alltäglichen Laufevent teilnehmen, einen Lauf in einer prickelnden Umgebung mit Gleichgesinnten – wohlgemerkt etwas Laufverrückten – verbringen“, so beschrieben die beiden Ideengeber Michael Schlecht und Christian Müller den Reiz dieser ungewöhnlichen sportlichen Herausforderung und fügten an: „Zudem kann man im Team ein derartiges Event wesentlich intensiver erleben und auch der Spaßfaktor dürfte höher sein, als wenn man als Einzelstarter unterwegs wäre.“

 

Nicht nur intensive persönliche Erlebnisse konnten die acht in der Mastersklasse gestarteten Läufer des ESB-LG Mettenheim-Teams vorweisen, sondern auch sportlich machten sie eindrucksvoll von sich reden. Nicht erwartete 108 Laufrunden oder imponierende 333,072 Kilometer legte das Team des LG Mettenheim in den schlaflosen und schier endlosen 24 Stunden zurück. Damit siegten sie in der Mastersklasse unangefochten mit 25 Kilometern Vorsprung vor dem Sport-Ruscher-Team, das exakt 100 Runden absolvierte.

LG Mettenheim 24 Stunden-Lauf
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„Es war unglaublich anstrengend – eine echte Grenzerfahrung für Läufer, die ich aber bestimmt nicht missen möchte. Je länger das Laufevent dauerte, desto mehr spielte die ansteigende Müdigkeit eine immer entscheidendere Rolle. Auch die anfangs ungeheuere Motivation, immer wieder eine Laufrunde mit Maximalspeed zu laufen, sinkt doch mit zunehmender Laufzeit beträchtlich. Unser außergewöhnliches Pensum mit zum Schluss sogar besser werdenden Rundenzeiten war nur möglich, weil wir im Team blendend harmonierten und uns gegenseitig anspornten“, unterstrich 2. LG-Vorstand Michael Haferkorn den wesentlichen Erfolgsgaranten.

 

Auch Thomas Eichel brachte es mit seiner Einschätzung vier Stunden vor Zielschluss auf den Punkt: „Alles tut weh, ich bin total müde und der Kopf ist leer.“ Trotzdem ließ es sich der LG-Routinier nicht nehmen und trug mit 14 schnellen Runden (entspricht 43,2 Kilometern) zum einzigartigen und unerwarteten Erfolg bei. Die totale Erschöpfung war jedoch wie weggeblasen, als das ESB-LG Mettenheim-Team die letzten 200 Meter gemeinsam im Spalier der übrigen Teilnehmer und applaudierenden Zuschauer ins Ziel liefen.

 

Bei der stimmungsvollen Siegerehrung auf dem Coubertinplatz wurden Michael Schlecht, Christian Müller, Gunter Lang, Hermann Forster, Arndt Gather-Kornely, Thomas Eichel, Vitus Meyer und Michael Haferkorn für ihre nicht für möglich gehaltene Ausdauerleistung verdientermaßen mit einem ideellen Erinnerungspräsent geehrt. Unisono bestätigten sie „laufend eine neue Welt entdeckt“ zu haben und im nächsten Jahr erneut am 24 Stunden-Lauf teilzunehmen.

Autor: eh/wo