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13.09.2012 Mühldorf/Tüßling

Kunst und Ganoven

Kriminaler Stephan Hofer auf der Jagd nach dem perfekten Bild

Stephan Hofer
Foto: Michael Kolpe
Kripobeamte gelten in der Regel als harte Hunde – zumal wenn sie auch noch Harleyfahrer sind Der Mühldorfer Kriminalhaupt-Kommissar Stephan Hofer passt nur zum Teil in dieses Klischee.

Für Stephan Hofer ist sein Beruf Berufung: Der 44-Jährige ist seit 26 Jahren mit Herz und Seele im Polizeidienst. Seit nunmehr vier Jahren ist der Kriminalhauptmeister bei der Kripo Mühldorf im Kommissariat Raub und Betrug, bei Bedarf aber auch in den Bereichen Rauschgift und Tötungsdelikte aktiv.

 

Was die Wenigsten wissen dürften, ist die Tatsache, dass Hofer in seiner Freizeit einen Ausgleich in Kunst und Kultur findet. Malen als Möglichkeit nach den aufregenden Stunden im Dienst abzuschalten. Das Wochenblatt sprach mit dem Künstler und Gerechtigkeitsfanatiker Stephan Hofer über sein Hobby:

 

Durch die Liebe zur Kunst auch die neue Liebe gefunden

 

„Ich war schon immer an Kunstgeschichte interessiert”, so Stephan Hofer, der seine Liebe zur Malerei vor sieben acht Jahren mit Zeichnungen und Bildern intensivierte. Vor etwa drei Jahren trat für den 44-Jährigen der Glücksfall ein, die Bekanntschaft mit Elke Berger aus Tüssling und Gabi Wagenhuber aus Burghausen zu schließen. Mit der Burghauserin, die als Modefilial-Leiterin tätig ist, verbindet Stephan Hofer noch mehr: Sie wurde seine Freundin.

 

Zu Dritt gründeten sie die Künstlergruppe „1723”, die ihr Domizil in den historischen Gemäuern des Kunsthofes 1723 gefunden hat. Zu ihrer letzten Vernissage konnten Hofer, Wagenhuber und Berger prominente Gäste wie Dr. Marcel Huber oder aber Dr. Thomas Goppel begrüßen. Besonders freute Hofer, dass auch sein Chef, der Polizeipräsident Oberbayern Süd, Robert Heimberger, sich die Zeit nahm, nach Tüssling zu kommen, um sich ein Bild vom künstlerischen Werdegang seines „Schützlings” zu verschaffen.

 

Stephan Hofer ist ein wahres Allround-Talent

 

Seine Kunst bezeichnet Stephan Hofer als abstrakt. Gegenständliches ist nicht sein Ding. „Ich versuche, durch die Malerei meine Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Dinge, Gefühle, die mich einfach berühren”, so der Kriminalhauptmeister, zu dessen weiteren Hobbys das Harley-Davidson-Fahren oder aber der Sport zählen. So ist Hofer auch Ski- und Schützenmeister.

 

Außerdem ist die Kunst ein Mittel, um vom normalen Polizeialltag abzuschalten. Schlimme Dinge hat Hofer schon in seiner Berufslaufbahn erlebt und dabei sein Leben aufs Spiel gesetzt. So hat der Kriminal-Hauptmeister in Rosenheim schon einem Suizid-Gefährdeten von der Brücke runtergezogen. Viele andere Situationen endeten nicht so glücklich. Seiner Liebe zum Beruf konnte das aber keinen Abbruch tun. Weitere Infos finden Sie unter www.1723-kunstundkreatives.de im Internet.

Autor: Michael Kolpe
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