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10.10.2012 Haag

Ermittlungen eingeleitet

Halsbrecherische Flucht bei Polizeikontrolle: Mann (33) nach zwei Tagen vorläufig festgenommen


Foto: aj
Der 33-Jährige stellte sich der Polizei in Haag

Wie das Mühldorfer Wochenblatt online unter www.wochenblatt.de/139896 bereits berichtete, hatte sich ein zunächst Unbekannter, am Samstagabend, 6. Oktober, durch rücksichtslose Fahrweise und unter Verursachung eines Unfalls, einer Polizeikontrolle entzogen. Mittlerweile ermittelt die Polizei gegen einen 33-jährigen Mann aus dem Landkreis Mühldorf.

 

Wegen eines defekten Lichts hatten Beamte der Polizeiinspektion Waldkraiburg am Samstag gegen 19.30 Uhr einen Pkw im Raum Haag kontrollieren wollen. Der Fahrer flüchtete jedoch in äußerst waghalsiger Fahrweise, rammte das Polizeifahrzeug und schleuderte zudem gegen einen am Straßenrand anhaltenden Pkw einer völlig unbeteiligten Frau. Im Anschluss setzte er rücksichtslos seine Fahrt fort, während die Polizeibeamten die Verfolgung abbrachen und sich um das Unfallopfer kümmerten. Die Frau und auch die Polizeibeamten hatten bei den Kollisionen leichte Prellungen davongetragen. Der Sachschaden an dem Dienst-Pkw und dem Mercedes der unfreiwillig in die Geschehnisse hineingezogenen Frau betrug laut Schätzungen insgesamt über 10.000 Euro.

 

Beamten der Polizeistation Haag ist es am Montag, 8. Oktober, gelungen, den Wagen des Unfallverursachers ausfindig zu machen. Dem Anschein nach war dieser versteckt hinter Gebäudeteilen in Rechtmehring abgestellt worden. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und mittels eines Abschleppers zur bevorstehenden Spurensicherung abtransportiert. 

 

Ins Visier der in diesem Fall ermittelnden Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein - Dienstgruppe Mühldorf - war bereits kurz nach dem Vorfall ein 33-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf geraten. Zwei Tage nach dem Vorfall und nur wenige Stunden nach der Sicherstellung des Tatfahrzeugs meldete sich dieser zunächst telefonisch bei der Polizei. Am Dienstagnachmittag begab er sich schließlich zur Polizeistation Haag und wurde dort vorläufig festgenommen. 

 

Die Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte Untersuchungshaft gegen den 33-Jährigen, der jedoch mittlerweile zumindest die Fahrereigenschaft zugegeben hat. Der Haftbefehlsantrag wurde somit vom zuständigen Ermittlungsrichter abgelehnt. Zwischenzeitlich hat ein von der Staatsanwaltschaft Traunstein bestellter Gutachter seine Tätigkeit aufgenommen und zur Rekonstruktion, in Zusammenarbeit mit Zeugen und den Beteiligten Beamten, den Vorfall nachgestellt.  

Autor: pm/kp
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