Wochenblatt
22.11.2010

Armer Hund

„Wurzl” stirbt nach Giftattacke grausamen Tod


Mehr als drei Tage kämpfte der Hund „Wurzl” mit dem Tod – am Ende erstickte er qualvoll.

Mehr als drei Tage kämpfte der Hund „Wurzl” mit dem Tod – am Ende erstickte er qualvoll. Familie Sedlmaier aus der Mühldorfer Wiesenstraße bricht es das Herz, wenn sie daran denken muss und vor allem an die Umstände seines Schicksals: „Wurzl” wurde vergiftet!

„Wurzl” war ein unglaublich liebenswürdiger und argloser Hund. Mir und meinen Elterm Heidi und Gottfried bricht es einfach das Herz. Was für ein Mensch kann einem Tier so ein Leid antun”, so Angela Sedlmaier mit zitternder Stimme gegenüber dem Mühldorfer Wochenblatt.

„Am Freitag Abend, 12. November, begann „Wurzl” zu erbrechen. Sein Zustand verschlechterte sich zusehends. Eine Behandlung beim Tierarzt schlug nicht an. Er verweigerte jede Nahrungsaufnahme, erbrach sogar das getrunkene Wasser. Eine zweite Behandlung gab kurzzeitig Hoffnung. „Wurzl” kuschelte sich mit seinem Bruder „Bärli”. Er war allerdings schon so schwach, dass wir ihn die Treppe heruntertragen mussten. In der Nacht von Montag auf Dienstag begann Wurzl zu krampfen. Die Tierärztin Frau Dr. Lengfelder, der wir für ihren Einsatz sehr danken, versuchte bis früh um halb drei, sein Leben zu retten. Zu spät: In den Armen der Eltern verlor Wurzl seinen Todeskampf. Er erstickte qualvoll”, so Angela Sedlmaier über die letzten Tage ihres Lieblings. Angela rettete „Wurzl” im Griechenland-Urlaub 2002 aus dem Müll Besonders bitter: „Wurzl” war für Angela mehr als nur ein treuer vierbeiniger Begleiter. Bei einem Urlaub in Griechenland im Jahre 2002 rettete Angela „Wurzl” und seinen Bruder „Bärli” aus dem Müll vor dem sicheren Tod. „Wir haben die beiden, die die Augen noch geschlossen hatten, mit der Flasche großgezogen”, so die 27-Jährige.

Bruder „Bärli” winselt seit dem Tod und sucht ständig seinen Bruder – natürlich vergebens ... Eine Anzeige gegen „Unbekannt” ist erfolgt. Die Polizei macht den Sedlmaiers aber wenig Hoffnung, den Täter zu finden.