22.01.2012 Landshut/Plattling
Artikel versenden Artikel drucken Kommentare ansehen(0)

Innenminister verspricht 1.750 Ordnungshüter mehr

Wieviele Polizisten bekommt Landshut?

Bombendrohung Polizist
Foto: Alexander Schmid
Bayern soll 1.750 Polizisten mehr bekommen. Das hat jetzt Innenminister Joachim Herrmann versprcohen. Bedacht werden soll auch Landshut, das zuletzt unter einer Unterbesetzung gelitten hatte . Doch wer wieviele Ordnungshüter bekommt, das ist noch völlig unklar.

„Sehr ordentlich berücksichtigt” werde Niederbayern bei der Verteilung der für bayernweit insgesamt geschaffenen 1750 neuen Stellen für Polizeibeamte, versicherte Innenminister Joachim Herrmann im Rahmen einer Pressekonferenz am Samstag im Anschluss an die Sitzung des CSU-Bezirksvorstandes in Plattling. Auf detaillierte Zahlen wollte er sich allerdings nicht festlegen. Zusichern konnte er lediglich, dass die Stellen, die im Rahmen der Arbeitszeitverlängerung eingezogen wurden, „dort zurückgegeben werden, wo sie eingesammelt wurden.”


 Die Personalsituation bei den niederbayerischen Polizeidienststellen treibe die CSU um, stellte CSU-Bezirksvorsitzender Manfred Weber im Anschluss an die Vorstandssitzung vor der Presse fest. Er verwies dabei auf die Forderung der niederbayerischen Landtagsabgeordneten nach einem entsprechenden Verteilungsschlüssel für die bayernweit insgesamt neuen 1750 Stellen, der sich an der Belastung, den Einwohnerzahlen und der Fläche orientieren soll. Niederbayern, so hatten - wie berichtet - die Abgeordneten Innenminister Herrmann bei einem Gespräch bei der Klausurtagung in Kreuth deutlich gemacht, habe erheblichen „Nachholbedarf”. „Wir wollen uns seriös einbringen und nicht überziehen”, so Weber.
 Herrmann bestätigte der niederbayerischen Polizei „hervorragende Arbeit”, die sich auch in Zahlen ausdrücke: die Kriminalität sei rückläufig, die Aufklärungsquote liege über über dem Durchschnitt. Die Nachwuchskräfte seien in der Ausbildung, so dass sich die Besetzung der neuen Stellen über drei Jahre hinziehen werde. „Allein in diesem Jahr werden es 1000 sein”, so der Minister.


 Die Entscheidung, wo wieviele hinkommen, sei aber noch nicht erfolgt. Fest stehe allerdings, dass die Beamten, die in Pension gingen, ersetzt würden. Außerdem würden die 750 Stellen, die einst bei der Arbeitszeitverlängerung eingezogen worden seien, im Rahmen der Rückführung der Arbeitszeit dort zurückgegeben würden, wo sie vor einigen Jahren eingesammelt worden seien.
 In einem noch zu erarbeitenden Konzept werde dann festgelegt, wo wieviele zusätzliche Stellen geschaffen würden. Dabei spiele sowohl die Belastung durch Kriminalität und Verkehr als auch die Präsenz in der Fläche eine Rolle. „Das Konzept wird in etwa drei Monaten stehen. Dabei kann sich der CSU-Bezirksvorstand darauf verlassen, dass  seine Vorschläge berücksichtigt werden und Niederbayern bei der Verteilung der neuen Stellen sehr ordentlich mit dabei sein wird.”


 Nachwuchssorgen, so der Minister auf Nachfrage, gebe es nicht. Derzeit kämen auf 1000 offene Stellen 4000 und mehr Bewerber. „Der Polizeiberuf ist höchst attraktiv”, so der Minister. Gerade auch für junge Leute aus Niederbayern. Dabei spiele vor allem auch die Verkürzung der Mindestverweildauer in München von fünf auf drei Jahre eine Rolle.
 MdL Bernd Sibler machte deutlich, dass die niederbayerischen Abgeordneten ihre Bemühungen um massive Verbesserungen forcieren werden und MdL Josef Zellmeier bezeichnete die Sicherheit als ein Markenzeichen der CSU-Politik. „Wir werden darauf achten, dass Niederbayern nicht zu kurz kommt. Wir haben im Vergleich zur Oberpfalz und Oberfranken wenn wir die Einwohnerzahlen und die Fläche vergleichen, einen Aufholbedarf”, machte er deutlich. „Wir fordern 250 Stellen und hoffen zumindest, dass wir deutlich profitieren und nicht mit etwa 100 Stellen abgespeist werden.”

 
 



Autor: ws

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Kommentare ansehenKommentieren

Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)
Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten an.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden! Mit dem Login erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist zweihundert plus zwei: 


pfeil