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14.12.2012 Landshut

Ende des Maya-Kalenders

Weltuntergang in Landshut: Dinge, die man noch tun sollte...


Jetzt aber schnell: Es gibt noch einiges zu erledigen, bis der Maya-Kalender am Freitag, 21.Dezember endet – und die Welt (vielleicht) untergeht. Ein paar nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge für die Weltuntergangs-To-Do-Liste in Landshut

 

Besuchen Sie eine Vorstellung des Stadttheaters. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen in der maroden Bruchbude ein Stein auf den Kopf fällt, ist zwar groß. Allerdings ist in Anbetracht des zu erwartenden Armageddon das wohl eher das kleinere Übel. Lassen Sie sich anschließend im Klinikum behandeln. Eine Garantie, dass Sie bis zum Weltuntergang drankommen, gibt‘s aber nicht.
 
Gehen Sie ins Koenig-Museum und in die Keramik-Ausstellung in der Residenz. Wenn man sich die Besucher-Zahlen so ansieht, waren Sie da bestimmt noch nicht.
 
Ganz wichtig: Nehmen Sie eine Nase voll Gletscherprise. Schließlich kommt der einzig wahre Schnupftabak aus Landshut. Zischen Sie dazu eine halbe Bier von jeder in Stadt und im Landkreis ansässigen Brauerei. Das Reinheitsgebot haben wir schließlich auch erfunden und mittlerweile sind es auch nur noch fünf hiesige Bierproduzenten. Das schaffen Sie schon.
 
Ziehen Sie sich eine braune Strumpfhose an, flechten Sie ein Buchskranzl mit Schleiferl, betrinken Sie sich, setzen Sie sich das Kranzl (samt Zecken) auf und laufen Sie „Hallooo...“-rufend durch die Stadt. Bis zur nächsten Landshuter Hochzeit werden Sie es nämlich nicht mehr schaffen.
 
Fahren Sie durch den Deimer-Tunnel. Das Ding hat mächtig viel Geld gekostet, dann sollte man es auch benutzen.
 
Gehen Sie auf die Bank, nehmen Sie einen Kredit auf und verpulvern Sie die Kohle ganz ungeniert für Sachen, die Sie sich eigentlich gar nicht leisten können. Jetzt wissen Sie, wie sich das anfühlt, wenn man in Landshut Kommunalpolitik macht.
 
Fahren – oder besser: stellen Sie sich zwischen 17 und 18 Uhr in die Konrad-Adenauer-Straße. Wenn der Weltuntergang bevorsteht, weiß man so einen kleinen Stau richtig zu schätzen. Und man lernt da auch so viele nette Leute kennen.
 
Kaufen Sie sich eine Cannibals-Dauerkarte. Auch, wenn die weder auf- noch absteigen können, es eigentlich um gar nichts geht und die Spieler sich in rosa Bordell-Fummeln aufwärmen – Eishockey hat in Landshut einfach Tradition.
 
Heiratswillige sollten unbedingt den kommenden Mittwoch nutzen. Wer am 12.12.12 geheiratet hat, kann somit wenigstens das einwöchige Jubiläum feiern. Am besten lässt‘s sich freilich irgendwo in der Ferne flittern. Aber Achtung: Keinen Flug für den 21. Dezember buchen. Sollte die Welt untergehen, gibt‘s keinen Flughafen mehr zum Landen.
 
Machen Sie Ihrem Schatz aber auch nicht gleich aus Panik einen schnellen, überraschenden Antrag. Auch wenn heute der 12.12. ist und die Schnapszahl für eine Hochzeit passen würde. Dass die Welt untergeht, ist nämlich nicht sicher. Ein Eheversprechen ist dagegen garantiert auf längere Zeit ausgelegt. Bedenken Sie das.
 
Blasen Sie Ihre aktuelle Mega-Blitz-Top-Highspeed-LowCarb-No-Carb-Diät einfach ab! Hauen Sie sich lieber noch einmal so richtig den Ranzen voll. Wer braucht denn jetzt noch eine Bikini-Figur, wenn man seinen Bikini sowieso nie mehr braucht?
 
Kaufen Sie auch noch keine Weihnachtsgeschenke. Sparen Sie sich das Geld erstmal. Den Heiligen Abend gibt‘s ja heuer vielleicht nicht. Und falls doch, machen Sie es wie immer: Kaufen Sie die Präsente am 24. Dezember vormittags. Der Einzelhandel in Landshut freut sich auch dann noch.
 
Spazieren Sie auf den Truppenübungsplatz und schauen Sie sich die Gelbbauchunke an. Die gibt‘s wirklich.
 
Kaufen Sie sich einen Wohnanhänger fürs Auto, campen Sie zusammen mit anderen in Auloh und genießen Sie die Aufregung ihrer neuen Nachbarn über das „fahrende Volk“.
 
Sie müssen mal? Pinkeln Sie einfach ans Rathaus, in die Gasse bei der Martinskirche oder wo es ihnen gerade gefällt. Lassen Sie sich dabei auch nicht vom Sicherheitsdienst stören, der ihnen 60 Euro abknöpfen will. Bezahlen müssen Sie es nicht mehr.
 
Besorgen Sie sich rasch den Wochenblatt-LaHo-Kalender 2013. Sollte nämlich der Weltuntergang völlig überraschend doch ausfallen, sind Sie damit bestens gerüstet fürs nächste Jahr. Und: Die Warteschlange dürfte nach dem 21.12. immens sein, schließlich haben die Mayas plötzlich keinen Kalender mehr und brauchen Ersatz.
 
 
 
Schwimmen Sie eine Runde in der nicht renaturierten Isar. Action und Aufregung sind garantiert, wenn man beim Maxwehr im Rechen landet. Oder wahlweise: Planschen Sie im wohlig warmen Abklingbecken von Isar 1 und schreien Sie: „Ich pfeif‘ auf den Atomausstieg.“
 
Holen Sie sich eine Stange Zigaretten und qualmen Sie die in einem Restaurant ihrer Wahl. Ignorieren Sie einfach die pöbelnden Nichtraucher.
 
Nehmen Sie für den 21.12. Urlaub. Es wäre doch verdammt schade, wenn Sie umsonst früh aufstehen.
 
Surfen Sie auf www.wochenblatt.de/landshut vorbei. Wir haben unseren Foto-Reporter ins Maya-Kernland nach Chiapas geschickt. Erleben sie den Weltuntergang in einer schönen Dia-Show von Polizeireporter Erich Sobolewski.
 
Zum Schluss: Marschieren Sie zu Fuß zur Burg rauf. Ihnen bleibt auch gar nichts anderes übrig. Einen Aufzug gibt’s nämlich nicht und den alten Kasten muss man einfach mal gesehen haben. Genießen Sie dann von dort aus den herrlichen Blick auf die Götterdämmerung.
 
Haben Sie noch ein paar Weltuntergang-Tipps für Landshut? Schreiben Sie uns doch eine kurze E-Mail an: redaktion-la@wochenblatt.de. Vorschläge können nur bis zum 21. Dezember angenommen werden.
Autor: ad
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