Rote Raben tun sich richtig schwer
3:1-Arbeitssieg gegen Sinsheim

„Wir haben uns wirklich sehr schwer getan, haben in allen Elementen nie unseren Rhythmus gefunden und Sinsheim hat seine Sache gut gemacht“, analysierte Kapitän Lina Meyer im Anschluss.
Denn es war zunächst eine schwere Geburt: Die erste 20 Minuten fanden die Roten Raben überhaupt nicht ins Spiel, produzierten ungewohnt viele Eigenfehler und lagen nach dem anfänglichen 6:11-Rückstand sogar mit 14:22 Punkten hinten. Zwar machten Lina Meyer und Co. daraufhin vier Punkte in Folge, doch die Sinsheimerinnen ließen sich diesen ersten Satz nicht mehr nehmen.
Zwar nicht wie ausgewechselt, aber dafür sehr viel konzentrierter starteten die Roten Raben in den zweiten Satz und erarbeiteten sich durch konsequentere Angriffsaktionen und eine Aufschlagserie von Neuzugang Mirjana Djuric eine schnelle 8:4-Führung. Diese bauten sie kontinuierlich aus und revanchierten sich mit einem deutlichen 25:15-Satzgewinn.
Hitzig wurden die Gemüter der 730 Zuschauer dann nach der ersten technischen Auszeit (8:6-Führung der Roten Raben): Gleich zwei Mal wurden zwei strittige Tusch-Entscheidungen zu Gunsten der Gäste gepfiffen, die diese zunächst mit 9:8 in Front brachten. Doch das Team von Guillermo Gallardo ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und legte mit vier Punkten hintereinander wieder auf 12:9 nach. Eine Aufschlagserie von Sarah Petrausch zum 20:13 brachte dann die Vorentscheidung, obwohl Sinsheim noch einmal auf 20:24 herankam. Den dritten Satzball verwandelte schließlich Diagonalangreiferin Mirjana „Mira“ Djuric.
Zu Beginn der vierten Runde mussten sie sich nach 1:6-Rückstand wieder zurück kämpfen und mit 8:7-Führung in die erste technische Auszeit gegangen. Peu á peu bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung aus und machten mit 25:21 den Sack zu.
Sinsheims Trainer Stefan Bräuer zeigte sich mit dem Endresultat durchaus zufrieden: „Die Roten Raben haben verdient gewonnen, wir hätten uns im Vorfeld nicht einmal einen Satz ausgerechnet und somit haben wir ein gutes Spiel gemacht“, lautete sein Fazit. Envacom-Zuspielerin Marie Frick wurde für ihre kluge Regie von Guillermo Gallardo mit der silbernen MVP-Medaille bedacht. Bei den Roten Raben durfte sich die 25-jährige Djuric bei ihrem ersten Auftritt vor der neuen heimischen Kulisse über ihre erste goldene MVP-Medaille freuen.
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