28.03.2011 Landshut

Spannende Filme, Besucherrekord und ein fulminantes Finale beim 12. Landshuter Kurzfilmfestival

Und die „Lady” geht an…


Für Cineasten in und um Landshut ist es seit Jahren das Highlight in der Region: das Landshuter Kurzfilmfestival. Zum bereits 12. Mal stellte heuer der Verein Dynamo Kurzfilm e.V. das Festival auf die Beine, das am Sonntagabend mit einem bekannt amüsant-unkonventionellen-fulminanten Finale und einem vermeindlich neuen Rekord von über 4000 Besuchern zu Ende gegangen ist.

 

Insgesamt 82 Kurzfilme zum Schmunzeln, Gruseln und Nachdenken konkurrierten in den acht verschiedenen Wettbewerbskategorien um die begehrten Preise, die in den vergangenen fünf Tagen im Kinopolis, im Kinoptikum, im Stadttheater und in der Alten Kaserne gezeigt wurden. Der wohl begehrteste Pokal „Die Lady”, dotiert mit 3000 Euro, wurde von der Jury an den Film „Ich bin’s. Helmut” verliehen. „Drehbuchschreiber und Regisseur Nicolas Steiner ist damit die perfekte Dekonstruktion des Problemfilms gelungen, eine skurrile Liebeserklärung an die Vergangenheit. Der Film kommt ohne Schnitt aus und ist begleitet von genialen Einfällen. Ein absoluter Glücksfall eines Regisseurs”, brachte es Jurymitglied Jim Lacy auf den Punkt. Die Sektkorken knallen lassen wird Nicolas Steiner allerdings wohl erst etwas später, denn zur Preisverleihung am Sonntagabend in der Alten Kaserne konnte er aufgrund eines Auslandsaufenthalts leider nicht anwesend sein.
Umso mehr Applaus bekam dagegen Boris Kunz, der mit seinem Werk „Daniels Asche” den Publikumspreis und damit 2000 Euro Preisgeld absahnte. Heiße Diskussionen unter den Jurymitgliedern gab es unterdessen beim Animationspreis (1000 Euro). Durchsetzen konnte sich schließlich „Loom”, die Mordgeschichte einer Spinne an einer Motte.
Als bester Dokumentarfilm und mit 500 Euro ausgezeichnet wurde „Holding Still” von Florian Riegel. Erstmals vergeben wurde in diesem Jahr auch ein Preis für den besten mittellangen Film und für einen herausragenden Horrorfilm im Schock Block. Die Gunst der Jury hatten dabei „Vatermutterkind” von Daniel Karl Krause  sowie „Welk” von Daniel Vogelmann – beide dotiert mit je 500 Euro.
Ein besonderer Preis für Regisseure und Filmemacher, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nicht älter als 27 Jahre waren, ist der StadtLandJugendpreis. Jury und Publikum zeigten sich dabei besonders begeistert von den Filmen „Reise zum Mars” (500 Euro), „Kopfkino” (300 Euro) und „Sleepwalker” (200 Euro). 
Große Augen dürften heuer auch wieder die jüngsten Besucher des Festivals bekommen haben. In der Kategorie „Kinderfilm” durften sie nämlich aus insgesamt sieben Kurzfilmen ihren Lieblingsfilm wählen. Die klare Entscheidung fiel dabei auf das türkisch-bayerische Freundschaftsabenteuer „Seppi & Hias” von Emre Koca, der zusammen mit seinen beiden jungen Hauptdarstellern Can Schneider und Thomas Schöttl den Preis und damit 300 Euro am Sonntagabend vor Ort abholte.
Im Anschluss an die von der Band „Kein Vorspiel” umrahmte kurzweilige Preisverleihung kamen die Besucher nochmal in den Genuss aller acht Siegerfilme. Damit ging wieder ein „großartiges Festival” zu Ende, das laut Michael Orth, Gründer und Leiter des Landshuter Kurzfilmfestivals, nur einen Schluss zulässt: „Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein Kurzfilmfestival hier in Landshut geben – und zwar vom 21. bis 25. März 2012.”

Autor: Sabrina Altinger
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